"Ich gehe davon aus, dass sich in diesen Papieren noch etwas findet" Grüne wollen Aufklärung über Nazi-Atommmüll in der Asse

Die Grünen verlangen Aufklärung über die mögliche Einlagerung radioaktiver Abfälle aus der Atombombenforschung der Nationalsozialisten in das Atommülllager Asse. Dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags stünden immer noch nicht alle angeforderten Dokumente zur Verfügung, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd.

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Grüne wollen Aufklärung über Nazi-Atommmüll in der Asse

Remlingen (dapd). Die Grünen verlangen Aufklärung über die mögliche Einlagerung radioaktiver Abfälle aus der Atombombenforschung der Nationalsozialisten in das Atommülllager Asse. Dem Asse-Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags stünden immer noch nicht alle angeforderten Dokumente zur Verfügung, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Das betreffe unter anderem Akten des Bundeskanzleramtes, des vormaligen Kernforschungszentrums Karlsruhe sowie der Euratom. "Ich gehe davon aus, dass sich in diesen Papieren noch etwas findet", sagte Wenzel.

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte am selben Tag frühere Äußerungen eines inzwischen verstorbenen stellvertretenden Asse-Betriebsleiters wiedergegeben, wonach 1967 in dem Bergwerk "als erstes radioaktive Abfälle aus dem letzten Krieg versenkt" worden seien. Es habe sich dabei um Uranabfälle gehandelt, "die bei der Vorbereitung der deutschen Atombombe anfielen".

dapd