20 Jahre Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland Grube will den ICE in ganz Europa etablieren

Bahnchef Rüdiger Grube hat die weitere Ausdehnung des deutschen ICE-Netzes in die europäischen Nachbarländer angekündigt. "So wie Deutschland mit dem ICE in den letzten 20 Jahren zusammengerückt ist, wird dies im europäischen Maßstab in den nächsten 20 Jahren der Fall sein", sagte er im Interview der Nachrichtenagentur dapd zum 20-jährigen Jubiläum des Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehrs.

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Grube will den ICE in ganz Europa etablieren

Berlin (dapd). Bahnchef Rüdiger Grube hat die weitere Ausdehnung des deutschen ICE-Netzes in die europäischen Nachbarländer angekündigt. "So wie Deutschland mit dem ICE in den letzten 20 Jahren zusammengerückt ist, wird dies im europäischen Maßstab in den nächsten 20 Jahren der Fall sein", sagte er im Interview der Nachrichtenagentur dapd zum 20-jährigen Jubiläum des Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehrs. Die Bahn AG kündigte für den Fahrplanwechsel Mitte Dezember eine Direktverbindung Frankfurt/Main-Marseille an.

Der 29. Mai 1991 gilt als Geburtsstunde des ICE-Verkehrs. An diesem Tag wurden vier ICE-Züge nach einer Sternfahrt im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe von Bundespräsident Richard von Weizsäcker feierlich begrüßt. Am folgenden Sonntag, dem 2. Juni, nahm die damalige Bundesbahn mit zunächst 14 Zügen den planmäßigen Schnellverkehr mit Geschwindigkeiten von 250 Kilometer pro Stunde auf den ebenfalls neu gebauten Trassen Hannover-Würzburg (327 Kilometer) und Mannheim-Stuttgart (etwa 100 Kilometer) auf.

Mittlerweile ist das Schnellfahrnetz rund 1.200 Kilometer lang und die fahrplanmäßige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Die inzwischen 258 ICE-Züge verschiedener Typen fahren von Wien bis Kopenhagen und von Paris bis Berlin.

dapd