"Ein weiteres Abwarten hätte zur Folge, dass wir Aufträge komplett neu ausschreiben müssten" Grube rechnet mit Erfolg des "Stuttgart 21"-Stresstests

Die Bahn wird nach Einschätzung ihres Vorstandschefs Rüdiger Grube den Stresstest zu "Stuttgart 21" aller Voraussicht nach bestehen. "Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse des Stresstests deuten alle darauf hin, dass wir bei einem guten Fahrplan keine Probleme haben werden, in Spitzenzeiten 49 Züge abfertigen zu können", sagte Grube der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht.

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Grube rechnet mit Erfolg des "Stuttgart 21"-Stresstests

München/Stuttgart (dapd). Die Bahn wird nach Einschätzung ihres Vorstandschefs Rüdiger Grube den Stresstest zu "Stuttgart 21" aller Voraussicht nach bestehen. "Die bis jetzt vorliegenden Ergebnisse des Stresstests deuten alle darauf hin, dass wir bei einem guten Fahrplan keine Probleme haben werden, in Spitzenzeiten 49 Züge abfertigen zu können", sagte Grube der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe) laut Vorabbericht.

Bei dem in der Schlichtung im Streit um das Bahnprojekt vereinbarten Stresstest soll die Bahn in einer mehrmonatigen Simulation nachweisen, dass der geplante unterirdische Durchgangsbahnhof um 30 Prozent leistungsfähiger ist als der aktuelle Kopfbahnhof in Stuttgart.

Grube kündigte zudem an, nach dem zweimonatigen Baustopp am kommenden Montag die Bauarbeiten fortzusetzen. "Ein weiteres Abwarten hätte zur Folge, dass wir Aufträge komplett neu ausschreiben müssten", sagte er der Zeitung. Alles in allem würden die entstehenden Verzögerungen Mehrkosten von 410 Millionen Euro verursachen. "Als Vorstand einer Aktiengesellschaft darf ich das nicht zulassen", sagte er. Das Aktiengesetz verpflichte ihn, Schaden vom Unternehmen fernzuhalten.

Die Bahn habe bereits drei Mal guten Willen bewiesen. "Als wir der Schlichtung im vergangenen Herbst zugestimmt haben, als wir dem Stresstest zugestimmt haben und als wir gleich nach der Landtagswahl einen Bau- und Vergabestopp verkündet haben", sagte Grube weiter. Das Land Baden-Württemberg habe eine Finanzierungsvereinbarung zu "Stuttgart 21" unterzeichnet und sei verpflichtet, das Projekt zu fördern. "Keine Partei darf Maßnahmen ergreifen oder verlangen, die den Projekterfolg gefährden", sagte Grube.

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