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Wie Großraumbüros gelingen Großraumbüros gestalten: 5 Tipps für die Umsetzung

Großraumbüros haben gelegentlich den Charme einer großen Arbeitsfarm. Mit der richtigen Planung und guter Kommunikation können sie aber zu gelungenen Projekten werden. Wie Sie die Vorteile von Großraumbüros in den Mittelpunkt rücken.

Großraumbüros sind bei vielen Mitarbeitern nicht beliebt. Eine Einsparung an Quadratmetern muss aber nicht eine Verschlechterung der Arbeitsumgebung bedeuten. Attraktive Gemeinschaftsflächen, Rückzugsorte, eine gelungene Akustikplanung und mobile IT-Technik sind laut CSMM, einem Beratungs- und Architekturunternehmen, nur einige Aspekte, die ein Großraumbüro zu einer angenehmen Arbeitsumgebung werden lassen.

5 Tipps für die Gestaltung eines Großraumbüros

1. Mitarbeiter und Betriebsrat einbeziehen

"Für die Mehrheit der Mitarbeiter ist es ein Schock, ihre eigenen vier Wände aufzugeben", sagt Timo Brehme, Gründer und Geschäftsführer von CSMM. Deswegen sollten sie von Anfang an einbezogen werden. Das kann durch einen Sprecher für jede Abteilung gelingen oder auch durch gemeinsame Workshops. Wünsche und Bedürfnisse können so besser abgestimmt werden. Auch der Betriebsrat kann wertvolle Hinweise geben und sollte von vornherein informiert sein.

2. Dauerhaft kommunizieren

Für ein erfolgreiches Projekt "Großraumbüro" sollte der Informationsfluss auch nach der Anfangsphase nicht abbrechen. Mithilfe von Newslettern, ein schwarzes Brett oder Besichtigungen anderer Büros können sich Mitarbeiter auf das neue Großraumbüro freuen und sind informiert. Den Mitarbeitern bietet sich damit die Gelegenheit über Themen zu sprechen, für die es später zu spät wäre. Betriebe sollten deswegen eine Kommunikationskaskade festlegen, das heißt wann und von wem eine Information kommuniziert wird.

3. Genug Platz einplanen

Durch Digitalisierung und Großraumbüros sind die Flächenkennwerte von 30 Quadratmeter pro Mitarbeiter auf 20 Quadratmeter pro Mitarbeiter gesunken. Doch auch in Großraumbüros benötige der einzelne Mitarbeiter Raum, meint Brehme. Soll sich der Mitarbeiter wohl fühlen, sollten Allgemeinflächen wie Teeküche, Bars, kleine Besprecher, Meetingräume, Sofaecken oder Telefonnischen eingerichtet werden. Flächenkennwerte von zehn bis zwölf Quadratmeter sind damit zu niedrig und verschlechtern die Leistungsfähigkeit und Motivation.

4. Mobilität ermöglichen

Austausch und Flexibilität der Mitarbeiter sind wichtige Bestandteile der Arbeit im Großraumbüro. Stehen den Mitarbeitern Laptops und Schnurlostelefone zur Verfügung, können sie das gesamte Büro nutzen, um flexibel Teams und Arbeitsgruppen zu bilden. Eine funktionierende Technik ist damit elementar. Neben dem Serverzugriff sollten auch Sonderflächen mit Systemen zur Videokonferenz immer verfügbar sein.

5. Mit Regeln Ruhe fördern

Manche Dinge sind im Großraumbüro nicht möglich. Dazu zählen ein langes Gespräch am Platz oder ein lautes Kundentelefonat. Damit die restlichen Mitarbeiter nicht abgelenkt werden, empfiehlt Brehme: "Wenn ein Gespräch länger als eine Minute dauert, müssen Mitarbeiter dafür Sonderflächen nutzen." Klare Regeln sind dafür von Beginn an sinnvoll. Eine angemessene Telefonlautstärke sowie ein aufgeräumter Arbeitsplatz am Ende des Tages gehören beispielsweise dazu. Für eine ruhige Arbeitsumgebung können Messgeräte für die Telefonlautstärke oder der Rat eines Akustikexperten hilfreich sein. jk

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