Managergehälter Große Koalition stellt Regeln für Managergehälter auf

Die Große Koalition will offenbar noch in diesem Jahr Regeln für Managergehälter aufstellen. Am 27. September wollten sich Union und SPD zu Beratungen treffen und auf eine gemeinsame Linie einigen.

Große Koalition stellt Regeln für Managergehälter auf

"Wir haben Gesetzesformulierungen erarbeitet. In wenigen Wochen können wir einen Gesetzentwurf vorlegen", sagte der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".. Ähnliche Töne sind dem Blatt zufolge auch bei der Union zu vernehmen. "Ende November, Anfang Dezember können wir zu gemeinsamen Vorstellungen kommen", sagte der CDU-Finanzexperte Otto Bernhardt.

Sowohl SPD als auch Union haben nach Angaben des Blattes eine Arbeitsgruppe mit je fünf Mitgliedern gebildet. Demnach hat die SPD bereits einen Zehn-Punkte-Plan bezüglich der Managergehälter entwickelt und vom Präsidium billigen lassen. Die Union arbeite noch an den Formulierungen. Am 17. September wolle Bernhardt Ergebnisse vor der Fraktion präsentieren.

In zahlreichen Punkten herrscht nach Zeitungsangaben bereits Einigung. Danach sollen Top-Manager Aktienpakete des eigenen Unternehmens künftig über mehrere Jahre nicht verkaufen dürfen. Unterschiedliche Auffassungen gebe es bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Managergehältern. So wolle die SPD, dass Vorstandsgehälter nur noch bis zu einer Million Euro als Betriebsausgabe steuerlich anerkannt werden. Die Union sei gegen eine Begrenzung.

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich im "Manager Magazin" skeptisch zur Forderung ihrer Partei geäußert, die steuerliche Anrechenbarkeit von Vorstandsvergütungen zu begrenzen. "Die Unternehmen könnten möglicherweise mit einer Verlagerung ihres Sitzes ins europäische Ausland reagieren", sagte Zypries, die als einziges Kabinettsmitglied in der Arbeitsgruppe sitzt.

ddp