Die Inlandsnachfrage wird immer mehr zum Wachstumsmotor der deutschen Industrie. Im Mai legten die Bestellungen aus dem Inland mit 11,3 Prozent kräftig zu. Die Auslandsnachfrage drehte dagegen mit 5,8 Prozent ins Minus, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Unter dem Streich wuchsen die Auftragseingänge um 1,8 Prozent.
Großaufträge aus dem Inland füllen Industrie die Auftragsbücher
Berlin (dapd). Die Inlandsnachfrage wird immer mehr zum Wachstumsmotor der deutschen Industrie. Im Mai legten die Bestellungen aus dem Inland mit 11,3 Prozent kräftig zu. Die Auslandsnachfrage drehte dagegen mit 5,8 Prozent ins Minus, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Unter dem Streich wuchsen die Auftragseingänge um 1,8 Prozent.
Es sind nicht die Endverbraucher, die den Firmen die Orderbücher füllen, sondern die Industrie selbst. Den größten Bestellzuwachs verbuchten die Hersteller von Investitionsgütern mit einem Plus von 2,4 Prozent. Die Nachfrage bei den Zulieferern erhöhte sich um 1,6 Prozent. Die Auftragseingänge für Konsumgüter gingen dagegen um 1,5 Prozent zurück.
"Erneut haben Großaufträge diese Entwicklung maßgeblich gestützt", heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Der Aufwärtstrend sei intakt, so dass auch die Perspektiven für die Industrieproduktion günstig blieben.
Allerdings gibt es auch warnende Zeichen: Die Auslandsnachfrage ist in allen Bereichen - Investitionsgüter, Vorprodukte und Konsum - rückläufig. Nach Ansicht des Analysten Carsten Brzeski von der ING-Bank sollte der hohe Auftragsbestand der deutschen Industrie negative Auswirkungen einer Schwäche der Weltkonjunktur ausbügeln.
dapd
