CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe fordert mehr Loyalität zwischen Union und FDP. Die jüngsten Indiskretionen nach dem vergangenen Koalitionsausschuss seien ein "großes Ärgernis‘", sagte Gröhe der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Außerdem seien Versuche, sich anschließend von gemeinsamen Beschlüssen zu distanzieren, nicht hilfreich.
Gröhe kritisiert Indiskretionen in Koalition
München (dapd). CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe fordert mehr Loyalität zwischen Union und FDP. Die jüngsten Indiskretionen nach dem vergangenen Koalitionsausschuss seien ein "großes Ärgernis‘", sagte Gröhe der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht. Außerdem seien Versuche, sich anschließend von gemeinsamen Beschlüssen zu distanzieren, nicht hilfreich. Die Energiewende könne eine Erfolgsgeschichte der Koalition werden. "Niemand sollte das zerreden", sagte Gröhe.
Der CDU-Generalsekretär kritisierte damit auch indirekt FDP-Generalsekretär Christian Lindner. Der hatte sich zurückhaltend zum von der FDP mitbeschlossenen Atomausstieg bis 2022 geäußert und auf das Risiko von Entschädigungszahlungen an die Energieversorgungsunternehmen verwiesen.
Gröhe appellierte an seine Partei, auf gesellschaftliche Veränderungen beispielsweise in der Familien- oder Bildungspolitik zu reagieren. "Wir können unsere Augen nicht verschließen und die Uhr 30 Jahre zurückdrehen‘", sagte er. Es sei richtig, dass die Partei nach schmerzhaften Niederlagen und unbefriedigenden Umfragezahlen kritisch diskutiere. Inzwischen aber entstehe der Eindruck, dass mancher sich die CDU der 80er Jahre zurück wünsche.
dapd
