Der DAX hat die Handelswoche trotz glänzender Quartalsbilanzen im Minus beendet. Grund für die Nervosität der Anleger ist die Schuldenkrise Griechenlands. Der Leitindex notierte am Freitagabend bei 7.403 Punkten mit minus 0,6 Prozent, der MDAX gewann dagegen 0,9 Prozent auf 10.851 Zähler. Der TecDAX stieg um 0,7 Prozent auf 928 Punkte.
Griechenland-Sorgen treiben Anleger zum Aktienverkauf
Frankfurt/Main (dapd). Der DAX hat die Handelswoche trotz glänzender Quartalsbilanzen im Minus beendet. Grund für die Nervosität der Anleger ist die Schuldenkrise Griechenlands. Der Leitindex notierte am Freitagabend bei 7.403 Punkten mit minus 0,6 Prozent, der MDAX gewann dagegen 0,9 Prozent auf 10.851 Zähler. Der TecDAX stieg um 0,7 Prozent auf 928 Punkte. Am Morgen hatte der starke Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) den Kurs noch nach oben getrieben.
Die US-Aktien tendierten ungeachtet positiver Signale aus der Konjunktur im frühen Verlauf im Minus. Sowohl das Wachstum in der Eurozone als auch das Verbrauchervertrauen in den USA sind besser ausgefallen als erwartet. Der ebenfalls mitgeteilte Anstieg der Verbraucherpreise bewegte sich im erwarteten Rahmen. Der Dow-Jones-Index handelte gegen 18.20 Uhr MESZ 1,1 Prozent niedriger bei 12.559 Punkten. Der Nasdaq-Composite-Index verlor 0,9 Prozent auf 2.838 Zähler.
Der Euro fiel nach einem zeitweiligen Anstieg am Vormittag im späten Freitagshandel wieder zurück. Die robusten Wachstumszahlen aus Deutschland und der Eurozone hatten die Gemeinschaftswährung zunächst gestützt, nachdem sie am Donnerstagmittag auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen war. Am Abend kostete ein Euro 1,4088. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4280 Dollar festgelegt.
Das BIP hat im ersten Quartal mit einem Anstieg von 1,5 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2010 die Konsensprognose von 0,9 Prozent deutlich übertroffen. Auch in Frankreich und Spanien war das Wirtschaftswachstum in den ersten drei Monaten des Jahres die Konsensschätzungen etwas stärker als von Volkswirten erwartet.
Im DAX mussten Deutsche Telekom deutliche Abgaben hinnehmen, die Aktien gaben 7,3 Prozent ab auf 10,49 Euro. Deutsche Börse verloren 4,7 Prozent auf 54.35 Euro, Commerzbank verloren 3,3 Prozent auf 3,99 Euro. Am anderen Ende gewannen ThyssenKrupp nach Vorlage der Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal 2,8 Prozent auf 33,65 Euro. "Die Zahlen sind etwas besser ausgefallen als erwartet", sagte ein Analyst. HeidelbergCement stiegen um 2,0 Prozent auf 49,20 Euro. Beiersdorf legten um 1,6 Prozent zu auf 45,93 Euro.
Im MDAX legten EADS um 5,1 Prozent zu auf 22,98 Euro, obwohl der Konzern im ersten Vierteljahr einen Nettoverlust von 12 Millionen Euro hinnehmen musste - nach einem Gewinn von 103 Millionen Euro im Vorjahr. Der Aufschwung der Luftfahrt lässt den Konzern aber optimistisch bleiben. Aurubis gewannen 4,3 Prozent auf 42,62 Euro; Grund ist ein unerwartet hoher Gewinn- und Umsatzsprung im ersten Quartal. Brenntag stiegen um 3,1 Prozent auf 82,93 Euro. Verlierer waren Hochtief, die 7,1 Prozent abgaben auf 57,50 Euro. Axel Springer verloren 3,4 Prozent, HannoverRück fielen um 2,4 Prozent.
Im TecDAX waren SMA Solar gefragt, die 4,9 Prozent gewannen auf 79,12 Euro. Nordex verloren 4,3 Prozent auf 6,40 Euro.
dapd
