Banken halten Engagement für überschaubar Griechenland-Krise für Deutschland keine unmittelbare Bedrohung

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz sieht in der Finanzkrise Griechenlands keine unmittelbare Gefahr für die deutsche Wirtschaft. "Der Anteil der Exporte nach Griechenland ist sehr, sehr gering", sagte er am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Negative Rückwirkungen auf Deutschland seien in diesem Bereich also kaum zu befürchten.

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Griechenland-Krise für Deutschland keine unmittelbare Bedrohung

Köln (dapd). Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz sieht in der Finanzkrise Griechenlands keine unmittelbare Gefahr für die deutsche Wirtschaft. "Der Anteil der Exporte nach Griechenland ist sehr, sehr gering", sagte er am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Negative Rückwirkungen auf Deutschland seien in diesem Bereich also kaum zu befürchten.

Allerdings könnten durch die Krise ausgelöste Turbulenzen auf den Finanzmärkten und beim Eurokurs den kräftigen Aufschwung der deutschen Konjunktur "etwas beeinträchtigen", sagte Franz. Insgesamt stehe Deutschland mit einem Wirtschaftswachstum von voraussichtlich drei Prozent aber sehr gut da.

Auch für deutsche Kreditinstitute scheint von der Situation in Griechenland zunächst keine Bedrohung auszugehen. Das Engagement deutscher Banken sei überschaubar, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer in ARD-"Morgenmagazin". Die Krise werde die Banken nicht in Bedrängnis bringen.

Eine Beteiligung an einer Griechenland-Rettung schloss Kemmer nicht aus. Die Institute seien sich ihrer Verantwortung bewusst und zu einem Beitrag bereit, sagte er. Zu verschenken hätten die Kreditinstitute allerdings auch nichts. Sie seien ihren Anlegern verpflichtet, stellte Kemmer klar.

dapd