Der griechische Finanzminister George Papaconstantinou hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sein Land alle verabredeten fiskalischen Ziele verfehlt hat.
Griechenland dementiert Bericht über verfehlte Fiskalziele
Hamburg (dapd). Der griechische Finanzminister George Papaconstantinou hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach sein Land alle verabredeten fiskalischen Ziele verfehlt hat. Zu diesem Schluss soll dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge das Expertenteam von Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission, das den wirtschafts- und finanzpolitischen Zustand Griechenlands untersucht, in seinem vierteljährlichen Bericht gekommen sein.
Papaconstantinou sagte dem griechischen Fernsehsender Mega TV am Wochenende, der "Spiegel"-Bericht gehe komplett an der Realität vorbei. Nach dem Besuch von EU-, EZB- und IWF-Vertretern in Athen habe er jeden Anlass, zu glauben, dass deren Bericht positiv ausfallen werde. Von daher spreche auch nichts gegen die Auszahlung der nächsten Hilfstranche.
Defizit höher als erwartet
Laut "Spiegel" fällt das Defizit im Staatshaushalt höher aus als erwartet. Grund dafür sei, dass die griechische Regierung noch immer mehr ausgebe, als im Hilfsprogramm vereinbart. Zudem würden die Steuereinnahmen hinter den Vorgaben zurückbleiben. Die Experten der drei Organisationen warnten angesichts dieser Fehlentwicklungen davor, dass die Kreditwürdigkeit Griechenlands weiter Schaden nehmen könnte. Dem Staat würde es dann unmöglich, im nächsten Jahr wie verabredet 25 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufzunehmen.
dapd
