Die Umweltorganisation Greenpeace fordert den Verzicht des für November 2011 angekündigten letzten Transports von deutschem Atommüll aus Frankreich nach Gorleben. Es sei sicherer, die Castoren in Baden-Württemberg zwischenzulagern.
Greenpeace fordert Castor-Transport nach Baden-Württemberg
Berlin (dapd). Die Umweltorganisation Greenpeace fordert den Verzicht des für November 2011 angekündigten letzten Transports von deutschem Atommüll aus Frankreich nach Gorleben. Es sei sicherer, die Castoren in Baden-Württemberg zwischenzulagern. "Die Zwischenlager an den Standorten der Atomkraftwerke Phillipsburg oder Neckarwestheim liegen viel näher an Frankreich, so verringert sich das Risiko eines Atomunfalls auf der Strecke", sagte Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer der "Berliner Zeitung".
Zudem folge der Vorschlag dem Verursacherprinzip: "Ein erheblicher Teil des Atommülls wurde in Baden-Württemberg produziert", sagte Münchmeyer. Die Zwischenlager neben den AKW seien genau so gut geschützt wie das Zwischenlager in Gorleben. Ein Castortransport nach Gorleben widerspreche auch dem im Zuge der Energiewende angekündigten Neubeginn der Endlagersuche.
dapd
