Als "missverständlich und sehr irritierend" bezeichnete Alois Glück, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), die erste Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. "Wir sollten jetzt aber nicht belehrend auftreten", sagte der ehemalige bayerische Landtagspräsident (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe).
Glück: Merkels Bin-Laden-Äußerung "missverständlich und sehr irritierend"
Passau (dapd). Als "missverständlich und sehr irritierend" bezeichnete Alois Glück, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), die erste Reaktion von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. "Wir sollten jetzt aber nicht belehrend auftreten", sagte der ehemalige bayerische Landtagspräsident (CSU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagausgabe). Jeder müsse letztlich selbst für sich entscheiden, wie er die Sache bewertet. "Aber wir müssen uns dem Rechtsstaat stellen - auch wenn es um Menschen geht, die wegen ihrer Gräueltaten in ihrer Menschenwürde kaum noch zu erkennen sind", so der ZdK-Präsident.
"Wir sind aus gutem Grunde gegen die Todesstrafe", sagte der ZdK-Präsident weiter. Und der christliche Glaube kenne auch keine Freude über den Tod eines Menschen. Allerdings schränkte er ein: "Osama bin Laden war ein Topterrorist, der viel Hass in die Welt gebracht und unverstellbar viele Menschen auf dem Gewissen hat. Dass er als Leitfigur für das internationale Terrornetzwerk nicht mehr in Frage kommt, erfüllt mich aber schon mit Freude und Genugtuung."
dapd
