Entwicklungsorganisation weitet Angebot aus - "Resonanz außerordentlich positiv" GIZ arbeitet enger mit der Wirtschaft zusammen

Die neue Entwicklungsorganisation GIZ will ihre Dienste verstärkt in Schwellenländern wie Brasilien und in Industrieländern anbieten.

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GIZ arbeitet enger mit der Wirtschaft zusammen

Berlin (dapd). Die neue Entwicklungsorganisation GIZ will ihre Dienste verstärkt in Schwellenländern wie Brasilien und in Industrieländern anbieten. Auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sei im Auftrag der Bundesregierung intensiviert worden, sagte der Vorstandssprecher der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Bernd Eisenblätter, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung der ersten Halbjahresbilanz. Zum 1. Januar 2011 war die GIZ aus der Fusion der Vorgängerorganisationen GTZ, DED und Inwent hervorgegangen.

Eisenblätter sagte, inzwischen gebe es sowohl bei den Industrie- und Handelskammern als auch bei den Außenhandelskammern Ansprechpartner für die Wirtschaft. Sie berieten fachkundig über Möglichkeiten, Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu flankieren, finanzieren und stabilisieren. "Die Resonanz ist außerordentlich positiv", sagte der Vorstandssprecher. Nachhaltige Entwicklung sei ohne Wirtschaftswachstum nicht denkbar.

Auch ihr Bildungsangebot will die GIZ ausweiten. Neu ist laut Eisenblätter, dass auch Fachleute der Wirtschaft Angebote zur Vorbereitung ihrer Auslandseinsätze bekommen. Unterstützen will die Organisation auch die Sicherung einer nachhaltigen Versorgung Deutschlands mit nichtenergetischen mineralischen Rohstoffen.

Die neue Organisation will bereits im ersten Jahr ihres Bestehens das Geschäftsvolumen kräftig ausbauen. So sollen die Einnahmen im gemeinnützigen Bereich und in der Zusammenarbeit gegen Entgelt um rund 66 Millionen auf 1,918 Milliarden Euro anwachsen. Im Geschäftsjahr 2010 erzielten die drei Vorgänger ein Volumen von 1,85 Milliarden Euro. Hauptauftraggeber war mit 1,26 Milliarden Euro das Entwicklungsministerium.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jürgen Beerfeltz sagte, die Bundesregierung habe die GIZ mit einem erweiterten Mandat ausgestattet - für Kooperationen mit der Wirtschaft, der Zivilgesellschaft sowie mit Industrie- und Schwellenländern. "Hier sehe ich ein echtes Potenzial für die GIZ als Exportschlager", sagte der Staatssekretär im Entwicklungsministerium.

dapd