Zwei Archtop-Gitarren aus Halle/Saale und Ehringshausen (Hessen) sowie zwei Basstrompeten in C aus Markneukirchen (Sachsen) und Karlstadt-Wiesenfeld (Bayern) haben den Musikinstrumentenpreis 2011 gewonnen.
Geteilte Preise für je zwei Instrumente
In der Kategorie Archtop-Gitarren waren in diesem Jahr Rainer Kolanowski aus Halle und Thomas Launhardt aus Ehringshausen erfolgreich. Eine Archtop-Gitarre ist eine besonderes Form der Steel-String-Gitarre. Sie werden mit einem Hohlraum, gewölbter Decke und Rückseite gefertigt und sind in der Regel mit F-Löchern und einem Schlagbrett versehen. Ihr charakteristischer Klang wird von Jazz und Country-Musikern sowie in Swing- und Big-Bands genutzt.
Rainer Kolanowski ist Autodidakt. Seine Instrumente fertigt er auf Bestellung. Durch die enge Abstimmung mit den Kunden können diese vorab die Instrumente testen und so Einfluss auf Material, Form und Klang zu nehmen. Besonderes Augenmerk legt Kolanowski auf hochwertige Hölzer und eine traditionelle, am Geigenbau orientierte Bearbeitung der Decken und Böden.
Zupfinstrumentenbaumeister Thomas Launhardt fertigt in seiner Werkstatt "Launhardt Guitars" Konzert-, Western- und Jazz- und E-Gitarren sowie Bässe und Mandolinen. Seine Archtop-Gitarre FS-2 baut er in klassischer Form mit Cutaway und F-Löchern aber ohne Schlagbrett.
Zweites bewertetes Instrument war in diesem Jahr die Basstrompete. Auch hier ging der Preis gleichberechtigt an zwei Preisträger: Hermann Schmidt Metallblasinstrumentenbau aus Markneukrichen und Josef Gopp Meisterinstrumente aus Karlstadt-Wiesenfeld. Hermann Schmidts Modell ging eine zweijährige Forschungs- und Entwicklungsarbeit voraus, weil der Korpus besonders sorgfältig gebogen werden muss, meist von Hand in Blei. Das Instrument von Josef Gopp hat ein auswechselbares Mundrohr und wird bis auf die Ventile in allen Teilen in der eigenen Werkstatt hergestellt.
fm
