Umfrage 2025 "So gesund ist das Handwerk" Warum sich Handwerker fitter fühlen als andere

Handwerker stehen gesundheitlich besser da als andere Berufsgruppen, zeigt erneut eine Studie der IKK Classic. Was Handwerker alles richtig machen und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Küchen-Arbeitsplatte mit Spargel
Mehr als jeder zweite Handwerker kocht regelmäßig frisch und trägt so zu seiner Gesundheit bei. - © ir1ska - stock.adobe.com

Handwerker fühlen sich gesünder und resilienter als der Durchschnitt der Bevölkerung und sie sind ganz überwiegend zufrieden mit ihrem Leben. Das zeigt erneut die Studie "So gesund ist das Handwerk" der IKK Classic.

85 Prozent schätzen demnach auch im Befragungszeitraum 2024 bis 2025 ihre Gesundheit als gut oder sehr gut ein. In der Gesamtbevölkerung behaupten das nur 70 Prozent von sich. Dennoch ist der Krankenstand im Handwerk höher als beim Querschnitt aller Menschen. Dies ist vor allem Muskel-Skeletterkrankungen und Verletzungen geschuldet.

Sinnstiftende Arbeit im Handwerk

Alle zwei Jahre befragt die IKK Classic in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln Handwerker zu ihrem Gesundheitsverhalten, ihrer Resilienz und ihrer Arbeitsfähigkeit. "Das Handwerk hat seit jeher ein starkes Selbstbild. Viele erleben ihre Arbeit als sinnstiftend. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus", fasst Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK Classic, die Ergebnisse zusammen.

Trotz der häufig überdurchschnittlichen körperlichen Belastung gaben 82 Prozent der Befragten an, ihre aktuelle Tätigkeit bis zur Rente ausüben zu können. Das spricht für eine subjektiv hoch eingeschätzte Arbeitsfähigkeit. Weniger positiv erscheint die Arbeitsfähigkeit im Rahmen des "Work Ability Index", in dem die Mehrheit ihre Arbeitsfähigkeit oft nur mit "mäßig" angab. Vor allem die unter 19-Jährigen und über 50-Jährige fallen mit schlechteren Werten auf.

Aktiv für gute Gesundheit

Viele Handwerker tun bereits Einiges für den Erhalt ihrer Gesundheit. Sie sind in ihrer Freizeit körperlich aktiv, die Mehrheit kocht regelmäßig frisch, wenn auch noch recht fleischlastig und bei der Arbeit liegt die ungesunde Sitzzeit mit fünf Stunden pro Tag deutlich unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten (8,5 Stunden). Aber: Ungünstig ist der überdurchschnittliche Alkoholkonsum. Ein Drittel der Befragten trinkt täglich oder mehrmals pro Woche.

"Gesundheit sollte kein Zufallsprodukt sein, sondern Teil der Unternehmenskultur."

Frank Hippler, Vorstandsvorsitzender der IKK Classic

Für hohe psychische Widerstandskraft bei Handwerkern sorgt die Sinnhaftigkeit der Arbeit, kleine Teams und klare Strukturen. Etwas mehr als die Hälfte aller Inhaber und knapp die Hälfte aller Beschäftigten blicken zuversichtlich auf die Zukunft ihrer Branche. Psychische Probleme sind mit 14,2 Prozent des Krankheitsgeschehens im Handwerk seltener als über alle Versicherten der IKK Classic hinweg (17,3 Prozent).

Angesichts der Stressbelastung mancher Handwerker verweist Frank Hippler auf Unterstützungsangebote der Krankenkasse: "Gesundheit sollte kein Zufallsprodukt sein, sondern Teil der Unternehmenskultur. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist die Investition in die Gesundheit der Belegschaft auch eine Investition in die Zukunft des Betriebes."

Weitere Informationen zum Thema bietet die IKK Classic auf ihrer Seite "So gesund ist das Handwerk".