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Keine Lohnsteuer bis 60 Euro Geschenke vom Chef: Steuergrenze angehoben

Arbeitgeber können Mitarbeitern Geschenke machen, ohne dass hierfür Lohnsteuer oder Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Voraussetzung ist, dass die Präsente zu einem bestimmten Anlass gewährt werden. Die Steuerfreiheit der Zuwendung setzt zudem voraus, dass der Wert des Präsents nicht mehr als 60 Euro beträgt.

Geschenk vom Chef
Arbeitgeber müssen bei Geschenken für Mitarbeiter - seien sie auch noch so klein - genau auf den Preis achten. -

Sachgeschenke bis zum Wert von 60 Euro, die ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter steuerfrei und abgabenfrei gewähren darf, müssen aus Anlass eines besonderen persönlichen Ereignisses, zugewendet werden. Gemeint sind folgende Ereignisse:

  • Geburtstag
  • Hochzeit
  • Silberhochzeit
  • Geburt eines Kindes
  • Kommunion oder Konfirmation eines Kindes

Welche Gegenstände der Arbeitgeber dem Mitarbeiter schenkt, ist für die Steuerfreiheit egal. Wichtig ist nur, dass es sich um Gegenstände handelt (R 19.6 Abs. 1 Satz 1 LStR). Geldzahlungen sind stets steuer- und abgabenpflichtig. 

Freigrenze für Belohnungsessen

Nicht steuerpflichtig und abgabenpflichtig sind auch Arbeitsessen deren Wert 60 Euro brutto nicht übersteigt. Ein Arbeitsessen in diesem Sinne liegt vor, wenn der Arbeitgeber den Mitarbeitern anlässlich oder während eines außergewöhnlichen Arbeitseinsatzes (z. B. während einer außergewöhnlichen betrieblichen Besprechung), im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse an einer günstigen Gestaltung des Arbeitsablaufs Speisen bis zu dieser Freigrenze kostenlos oder verbilligt überlässt.

Tipp: Diese steuer- und abgabenfreien Sachzuwendungen dürfen übrigens auch Minijobbern zugewandt werden, ohne dass diese dadurch den Status als Minijobber verlieren. Diese steuerfreien Zuwendungen erhöhen nicht das Minijobgehalt. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv .

Dieser Beitrag wurde am 14. August 2017 aktualisiert.

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