"geplant + ausgeführt": Preisträger stehen fest Bausteine einer kultivierten Gesellschaft

Die Sieger im Architekturwettbewerb "geplant + ausgeführt 2020" stehen fest: Ein Feuerwehrzentrum und eine Sushi-Bar kommen bei Jury und Publikum am besten an.

Ulrich Steudel

Der Publikumspreis der Deutschen Handwerks Zeitung geht in diesem Jahr an die Sushi-Bar Aska in Regensburg. - © Herbert Stolz

Formvollendet durch handwerkliche Präzision – was die Jury dem Feuerwehrzentrum Köln-Kalk attestiert, steht stellvertretend für den Anspruch des Architekturwettbewerbs "geplant + aus­geführt". Unter den diesjährigen Kandidaten haben das Leipziger Architekturbüro Knoche und die Schrag Fassaden GmbH aus Chemnitz diesen Anspruch am vorbildlichsten umgesetzt. Für den Bau der neuen Zentrale der Kölner Berufsfeuerwehr werden sie mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Bis die Architekten und Handwerker den Pokal in den Händen halten, kann aber noch einige Zeit vergehen. Die Preisverleihung hätte eigentlich schon Mitte März zur Internationalen Handwerksmesse in München über die Bühne gehen sollen. Aber durch die Absage wegen der Corona-Pandemie musste die Siegerehrung verschoben werden. Nachgeholt wird sie wohl zum Auftakt einer Wanderausstellung (Termin noch offen), auf der die 30 besten Projekte noch einmal Zeugnis davon ablegen sollen, dass gute Architektur erst durch die Kooperation von Planern und Handwerkern entsteht. Für Juryvorsitzende Lydia Haack sind gelungene Bauwerke, "unverzichtbare Bausteine einer kultivierten Gesellschaft".

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    © David Schreyer
    Auszeichnung:

    Mut zur Lücke

    In Tirol sind Bauplätze rar, im Zentrum von Innsbruck fast unauffindbar. Vier Freunde wollten als Nachbarn gemeinsam leben und ballten ihre Kraft zur Realisierung einer Wohnmöglichkeit. Nach langer Suche gefunden: das Grundstück. L-förmig, eingeschränkte Zufahrt mitten im Stadtgebiet, gemäß Bauvorschriften eigentlich nicht bebaubar! Die Nachbarschaft: von Archiv, Supermarkt, alter Fabrik und romantischen Villen umgeben. Der Hindernislauf mit den gesetzlichen Parametern war zugleich Herausforderung wie auch indirekter Formgeber fürs Bauwerk ...

    Planung: Studio Lois, Innsbruck (Österreich)
    Ausführung: Schafferer Holzbau GmbH, Navis (Österreich)
    Prodach GmbH, Imst (Österreich)

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    © David Schreyer
    Auszeichnung:

    Mut zur Lücke

    ... Entstanden ist ein monolithisches Gebäude, das mit seinem asymmetrisch aufgesetzten Satteldach und der dunklen Fassade robust wirkt, sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Das Doppelhaus fügt sich auf dem kleinen Grundstück zwischen Nachbarschaft in eine Lücke ein. Das Gebäude wird durch Auffalten, Vor- Rücksprünge so ausformiert, dass kein großer Baukörper massiv in Erscheinung tritt, sondern zwei selbständige Häuser sichtbar werden. Innen fügen sich die Räume durch eine Hierarchisierung des Tagesablaufes in der Entwurfsidee von unten nach oben, jeder Quadratmeter ist genutzt und passt zur Lebensweise der Bewohner. Gezielte Öffnungen bieten Blick über das (teilweise Nachbars-) Grün. Fassadenbretter ziehen sich übers Dach. Die Konstruktion aus Holz und Beton wurde mit Sichtoberflächen belassen, es gilt der Grundsatz: „Es ist was es ist.“

    Planung: Studio Lois, Innsbruck (Österreich)
    Ausführung: Schafferer Holzbau GmbH, Navis (Österreich)
    Prodach GmbH, Imst (Österreich)

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    © Florian Holzherr
    Auszeichnung:

    Das schwarze Haus

    ... Das kleine Haus ist an ein größeres Mehrfamiliengebäude angeschlossen und entwickelt sich unter Ausnutzung der Topographie auf mehreren ineinanderfließenden Ebenen: der Schlafbereich mit offenem Bad befindet sich im Souterrain; ein Versprung im Erdgeschoss trennt die Küche vom Wohnzimmer, welches sich zum Garten durch ein Eckfenster öffnet. Die Rahmen dieser Fenster rotieren um dezentrale Drehpunkte. Im geöffneten Zustand schaffen sie nicht nur einen nahezu nahtlosen Übergang zum Außenbereich, wo eine Betonterrasse den Boden des Hauses weiterführt, sondern sie definieren auch eine neue räumliche Situation. So entsteht ein hybrider Raum, welcher aus dem Wohnzimmer auf die eingefasste Terrasse ins Freie fließt.

    Planung: Büro Wagner, Herrsching
    Ausführung: Bau- und Möbelschreinerei Leutenbauer, Weßling-Hochstadt
    Johann Schlemmer & Sohn GmbH, Jesenwang
    Florian Bernlochner Spenglerei – Dachdeckerei, Hochstadt

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    © Florian Holzherr
    Auszeichnung:

    Das schwarze Haus

    “Das schwarze Haus“ ein verkohltes Haus am Ammersee. Ein Haus im Grünen kann auf die Natur, die es umgibt, auf verschiedenen Arten reagieren. So verzichtet „Das schwarze Haus“ auf jede Art von chemischer Behandlung seiner Oberflächen. Die Holzverkleidung der Fassaden ist durch ein präventives Verkohlungsverfahren wasserabweisend und resistent gegen Pilze. Die Innenwände, Böden und Decken aus Stahlbeton mit einer eingegossenen Flächenheizung sind roh belassen und lediglich sandgestrahlt oder geschliffen, um die Textur der Gesteinszuschläge hervorzuheben. Die Treppe, die Fenster und die Einbauten aus Eichenholz sind lediglich geölt ...

    Planung: Büro Wagner, Herrsching
    Ausführung: Bau- und Möbelschreinerei Leutenbauer, Weßling-Hochstadt
    Johann Schlemmer & Sohn GmbH, Jesenwang
    Florian Bernlochner Spenglerei – Dachdeckerei, Hochstadt

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    © Nicolas Felder
    Auszeichnung:

    Kita Karoline Goldhofer

    Die Idee für die Kita entspringt der in ihr angewendeten Reggio-Pädagogik, mit schon Gebrauchtem umzugehen. Das alte Wohnhaus der Stifterfamilie wird Bestandteil der Kita. Wiederverwendung und Recycling sollen als gesellschaftliche und ökologische Werte den Kindern nahegebracht werden. Elementar dabei ist, dass nicht gegen die Schwächen, sondern mit den Stärken des Bestands gearbeitet wird. Das „As-Found-Prinzip“ – die Auseinandersetzung mit dem „Vorgefundenen“ der Alltagsarchitektur – von Alison und Peter Smithson unterstützt diesen Ansatz. Hierfür werden die drei bestehenden Gebäudeteile erhalten, freigestellt und unter einer neuen Hülle aus Polycarbonatstegplatten eingestellt ...

    Planung: heilergeiger architekten und stadtplaner BDA, Kempten
    Ausführung: Weber Stahl- und Metallbau, Argenbühl
    KUTTER GmbH & Co. KG, Memmingen
    Arnulf Gött Schreinerei GmbH und Co. KG, Oy-Mittelberg
    Ballmann Dächer GmbH, Waltenhofen-Hegge

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    © Nicolas Felder
    Auszeichnung:

    Kita Karoline Goldhofer

    ... Die Materialität bleibt authentisch, auf das schreiend Bunte wird verzichtet. Die Maßstäblichkeit und die vielfältige Gebrauchsmöglichkeit der Einbauten vermitteln, für wen das Gebäude gedacht ist. Die entstandenen Zwischenräume dienen der Gemeinschaft mit flexibler Nutzung und sind Teil des nachhaltigen, kybernetischen Energiekonzepts. Die Fassade als „Sonnenluftkollektor“ (passivsolare Energiegewinnung) erlaubt, dass die Bestandswände ungedämmt und als historische Schicht erfahrbar bleiben. Die energetische Sanierung wird so architektonisch, räumlich gelöst. Durch die Einsparung von „grauer Energie“ und einem regenerativen Anteil von 82 Prozent werden die Stärken des Bestands für den Klimaschutz aktiviert.

    Planung: heilergeiger architekten und stadtplaner BDA, Kempten
    Ausführung: Weber Stahl- und Metallbau, Argenbühl
    KUTTER GmbH & Co. KG, Memmingen
    Arnulf Gött Schreinerei GmbH und Co. KG, Oy-Mittelberg
    Ballmann Dächer GmbH, Waltenhofen-Hegge

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    © Oskar Da Riz
    Speisesaal Eurac

    ... Ziel des Projekts war, einen neuen Raum innerhalb der schlanken Säulen zu schaffen, der die bestehende Architektur des Gebäudes respektieren soll, zugleich aber seine Zeitgenössigkeit nicht negiert. Die Entscheidung fiel auf eine Glasfassade, die parallel zur Säulenreihe auf der Rauminnenseite verläuft. Der Boden wurde in Estrich mit mittelfeinem Schliff ausgeführt, die geneigte Decke mit einem Akustikputz in Pompeji-Rot versehen, welches der originalen Farbgebung entspricht. Das fixe Mobiliar besteht aus einer monolithischen Theke aus Inoxstahl und aus einem transparenten Glaselement, das als Abluftkanal für die mechanische Lüftung fungiert.

    Planung: Roland Baldi Architects, Bozen (Italien)
    Ausführung: Metall Ritten GmbH, Klobenstein (Italien)
    Tischlerei Gasser GmbH, Sarnthein (Italien)
    Ploner Paul KG, Klobenstein (Italien)

  • Bild 8 von 60
    © Oskar Da Riz
    Speisesaal Eurac

    Das Projekt befindet sich im denkmalgeschützten Hauptsitz des Forschungszentrums Eurac Research. Roland Baldi Architects zusammen mit Arch. Elena Casati gewann die Ausschreibung für den Bau einer Mensa unter dem Auditorium aus den 1930er Jahren. Das in Pompeji-Rot gehaltene Auditorium, Teil des originalen Gebäudekomplexes, hat die Form eines ovalen Zylinders und wird im Dachbereich von einer Kuppel abgeschlossen, welche auf den Säulen der Außenwand ruht ...

    Planung: Roland Baldi Architects, Bozen (Italien)
    Ausführung: Metall Ritten GmbH, Klobenstein (Italien)
    Tischlerei Gasser GmbH, Sarnthein (Italien)
    Ploner Paul KG, Klobenstein (Italien)

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    © Rainer Retzlaff
    Wohnhaus U11, Unterschwarzenberg

    ... Im Innern findet sich ein durchgängiges Materialkonzept aus natürlichen Baustoffen wie geschliffenen Estrichen, geglätteten Kalkputzen, Holzböden und Innenausbauten aus heimischer Fichte. Freitragende Decken ermöglichen hohe Flexibilität bei künftigen Nutzungsänderungen. Im offenen Dialog zwischen Bauherrn, Planern und in direkter Umgebung ansässigen Handwerksbetrieben, wurden Konzepte in hoher handwerklicher Qualität entwickelt und wirtschaftlich umgesetzt. So steht das Projekt als gelungenes Beispiel regionaler Wertschöpfung unter Einbindung handwerklicher Kompetenzen.

    Planung: F64 Architekten PartGmbB, Kempten
    Ausführung: Xaver Lipp Bauunternehmung GmbH, Oy-Mittelberg
    Schreinerei Fendt GmbH, Untrasried
    Hoffmann Bau- und Möbelschreinerei GmbH, Oy-Mittelberg
    Gehrer Estrich- & Industrieböden GmbH & Co. KG, Wiggensbach

  • Bild 10 von 60
    © Rainer Retzlaff
    Wohnhaus U11, Unterschwarzenberg

    Das Projekt steht für die Ortsentwicklung im ländlichen Raum. Im dichten Ortskern wurde der rund 400 Jahre alte, in Blockbauweise errichtete Wohnteil saniert. Der Ersatzbau des Wirtschaftsteils in Holzhybridbauweise orientiert sich als Grenzbebauung am Bestand und fügt sich über Höhenstaffelungen subtil in die Topographie ein. Eine Steuerkanzlei und eine Unternehmensberatung finden für acht Arbeitsplätze ein differenziertes Raumangebot mit Büro- und Seminarräumen. Unter Maßgabe an klimagerechtes Bauen wurden mit Putz-, Schindel- und sägerauen Holzfassaden ortstypische Materialien verwendet. Im Außenraum werden halböffentliche und privaten Zonen differenziert, Obst- und Gemüsegarten sowie witterungsgeschützte Freibereiche mit hoher Aufenthaltsqualität und reizvollen Bezüge in das dörfliche Umfeld angelegt ...

    Planung: F64 Architekten PartGmbB, Kempten
    Ausführung: Xaver Lipp Bauunternehmung GmbH, Oy-Mittelberg
    Schreinerei Fendt GmbH, Untrasried
    Hoffmann Bau- und Möbelschreinerei GmbH, Oy-Mittelberg
    Gehrer Estrich- & Industrieböden GmbH & Co. KG, Wiggensbach

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    © Christine Schaum
    Autentic Office

    Die Büroräume der Filmproduktionsfirma Autentic am Rande Münchens wurden kernsaniert und ein neues zeitgerechtes Markenbild im Raum geschaffen. Dabei entstehen neue Rückzugsorte, Projektbereiche und eine verbindende Mittelzone als Kommunikationszone. Mit einfachen Mitteln entstand eine hochwertige Bürofläche, die die Philosophie der Firma widerspiegelt und Freiräume zulässt. Im Zuge der Kernsanierung wurde die Sichtbetondecke freigelegt, die den Räumen ein loftiges Ambiente verleiht. Dieser Charakter wurde durch die raumgliedernden Stahl-Glaselemente unterstrichen, die ein transparentes und offenes Miteinander der Angestellten zulassen ...

    Planung: iam interior.architects.munich, München
    Ausführung: Gleissner GmbH - Schreinerei und Innenausbau, Arrach
    Gigler holz-design GmbH & Co. KG, Neubeuern

  • Bild 12 von 60
    © Christine Schaum
    Autentic Office

    ... Eingerahmt durch die Büros wurde eine Mittelzone geschaffen, die einen repräsentativen Willkommensbereich mit einer internen Kommunikationszone vereint. Als Optische Zonierung wurden zwei Bereiche zur Interaktion geschaffen. Der schwarze funktionale Kern vereint Sanitäranlagen und Teeküche und steht im Kontrast zur gegenüberliegenden Lounge. Hier wurde durch den Einsatz von warmen Materialien in Form einer Stoffwandverkleidung und Lamellen, die L-Förmig über die Decke zum Boden die Lounge einrahmen, eine entspannte Rückzugsmöglichkeit geschaffen. Durch eine neue geradlinige Grundrissanordnung und den bewussten Einsatz von Materialien wurde für die Firma Autentic ein Büro mit Charakter geschaffen.

    Planung: iam interior.architects.munich, München
    Ausführung: Gleissner GmbH - Schreinerei und Innenausbau, Arrach
    Gigler holz-design GmbH & Co. KG, Neubeuern

  • Bild 13 von 60
    © Oskar Da Riz
    Kindergarten Schluderns

    Der neue Kindergarten befindet sich zwischen der Grundschule und dem Kulturhaus und fügt sich in die bestehenden Gebäude des Dorfzentrums ein. Der Zugang erfolgt von einem öffentlichen Platz, der Teil einer Fußgängerzone ist. Bereits in den ersten Phasen der architektonischen Gestaltung wurde großen Wert daraufgelegt, ein Gebäude mit klaren Linien und wiedererkennbaren Elementen zu schaffen, das sich harmonisch in die bestehende Architektur des Ortes einfügt. Eine Architektur, die sich gleichzeitig gegenüber großen öffentlichen, insbesondere institutionellen Gebäuden unterscheidet. Dieser Entscheidungsprozess führte zu einem Gebäude mit Satteldach, verputzter Fassade und unterschiedlich großen Fenstern, die in ihrer versetzten Anordnung und Dimension an eine vergrößerte Kinderzeichnung erinnern ...

    Planung: Roland Baldi Architects, Bozen (Italien)
    Ausführung: STP Srl, Predaia (Italien)
    Ewos GmbH, Mals im Vinschgau (Italien)
    Askeen Srl., Brixen (Italien)

  • Bild 14 von 60
    © Oskar Da Riz
    Kindergarten Schluderns

    ... Die Idee hinter dem Entwurf war, der Architektur die ikonographische Form eines Hauses zu verleihen, um so eine freundliche und vertraute Umgebung für Kinder zu schaffen. Der verglaste Eingangsbereich führt zu einem großen Foyer, das als Bindeglied zwischen den verschiedenen Räumen fungiert und das funktionale Herz des Gebäudes bildet und zugleich Willkommens-, Erholungs- und Spielbereich ist. Die Gruppenräume sind zum umgebenden Grün- und Erholungsbereich nach Süden ausgerichtet. Im Obergeschoss definiert das Satteldach einen Raum mit unterschiedlichen Höhen.

    Planung: Roland Baldi Architects, Bozen (Italien)
    Ausführung: STP Srl, Predaia (Italien)
    Ewos GmbH, Mals im Vinschgau (Italien)
    Askeen Srl., Brixen (Italien)

  • Bild 15 von 60
    © Adolf Bereuter
    3. Preis:

    Bischofsgrablege Sülchenkirche, Rottenburg am Neckar

    ... Eine spezielle Treppenanlage verbindet Oberkirche und Unterkirche. Konzentrationspunkt der Anlage ist der Andachtsraum mit großer Raumhöhe, dessen seitlichen Raumabschluss die Grablege bildet. Der Zugang zum Archäologiebereich liegt auf Höhe des Zwischenpodestes, zwei Nischen im Baukörpermonolith ermöglichen die Präsentation von kleinformatigen Einzelobjekten. Der gesamte Entwurf beinhaltet ein komplexes System als Kombinatorik aus verschiedensten Verhältniszahlen, Proportionen und Symbolen. Die Herausbildung der Raumschalen erfolgte in Stampflehmbauweise mit der durch die Grabungen geborgenen bis zu 1500 Jahre alten Friedhofserde.

    Planung: Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH, Bregenz (Österreich)
    Ausführung: Lehm Ton Erde Baukunst GmbH, Schlins (Österreich)
    Schlosserei Götz GmbH, Reutlingen
    Lenz Steinmetz GmbH, Alberschwende (Österreich)
    Harald Straub Steinmetz und Bildhauermeister, Rottenburg a. N.

  • Bild 16 von 60
    © Adolf Bereuter
    3. Preis:

    Bischofsgrablege Sülchenkirche, Rottenburg am Neckar

    Die bestehende Kirche wurde 1447–1454 errichtet und zeigt spätgotischen Gesamtcharakter. Bei Grabungen wurden Fundamente einer vorromanischen Vorgängerkirche aus dem 9. Jahrhundert mit einem Dreiapsidenchor entdeckt, darunter werden weitere Reste einer noch älteren Vorgängerkirche aus dem 6. oder 7. Jahrhundert vermutet. Die Funde sind kulturhistorisch und archäologisch von höchster Bedeutung. Der Entwurf übernimmt die axialsymmetrische Grundstruktur des bestehenden spätgotischen Kirchenbaus. Der durch Grabungen entstandene Freiraum wird durch einen monolithischen Körper besetzt und bildet kraftschlüssig das neue Fundament für das bestehende Kirchenschiff. Die neuen Räume bleiben als Negativformen aus dem monolithischen Gebilde ausgespart ...

    Planung: Cukrowicz Nachbaur Architekten ZT GmbH, Bregenz (Österreich)
    Ausführung: Lehm Ton Erde Baukunst GmbH, Schlins (Österreich)
    Schlosserei Götz GmbH, Reutlingen
    Lenz Steinmetz GmbH, Alberschwende (Österreich)
    Harald Straub Steinmetz und Bildhauermeister, Rottenburg a. N.

  • Bild 17 von 60
    © Werner Huthmacher
    Office Design für eine internationale Kanzlei in Hamburg

    ... Das Office Design verbindet das zeitlose Corporate Identity der Kanzlei mit den Besonderheiten des Standorts und den Anforderungen an eine moderne Arbeitsumgebung. Die klassischen Bürobereiche bieten differenzierte Arbeitsplätze – vom Einzelbüro bis Open Space. Der Einsatz von raumhohen Glas-Trennwänden schafft maximale Transparenz, innerhalb der Büroflächen und im Gebäudequerschnitt. Interne Treppen verbinden die einzelnen Etagen und ermöglichen kurze Wege und informelle Kommunikationsräume. Die originale Eingangshalle von Verner Panton für das ursprünglich als Hotel geplante und vor der Eröffnung zu einem Bürogebäude umfunktionierte Gebäude, wurde an die heutigen Anforderungen angepasst und sensibel weiterentwickelt.

    Planung: Landau + Kindelbacher Architekten Innenarchitekten GmbH, München
    Ausführung: Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH, Töging am Inn

  • Bild 18 von 60
    © Werner Huthmacher
    Office Design für eine internationale Kanzlei in Hamburg

    In bester Lage an der Außenalster in Hamburg wurde für eine international agierende Anwaltskanzlei im denkmalgeschützten ehemaligen Gruner + Jahr Verlagshauses ein hochwertiges Office Design realisiert. Über fünf Etagen verteilen sich ein großzügiger Mandantenbereich mit Empfang und Konferenzbereich sowie Büroflächen, Back-Office, Bibliothek und die hauseigene Gastronomie. Der prägnante unter Denkmalschutz stehende Bau aus den 70er Jahren ist in Terrassenbauweise gebaut, so dass den Geschossen großzügige Außenbereiche zugeordnet sind ...

    Planung: Landau + Kindelbacher Architekten Innenarchitekten GmbH, München
    Ausführung: Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH, Töging am Inn

  • Bild 19 von 60
    © Herbert Stolz
    Publikumspreis + Auszeichnung:

    Sushi-Bar Aska

    Wer bei der neuen Sushi-Bar Aska von Anton Schmaus einen gewöhnlichen Sushi-Laden vermutet, merkt schnell, dass das Aska mit jeglichen Klischees gewaltig aufräumt - das Konzept ist kompromisslos: Sushimeister Atsushi Sugimoto zelebriert mit nur zwölf Sitzplätzen feinstes Edomae-Sushi über den Dächern der Regensburger Altstadt. Das tiefschwarze Interieur der Bar greift das Bild einer verwitterten, verlassenen Fischerhütte in rauer Natur auf. Das gesamte Holz des Interieurs wurde in Anlehnung an verwittertes Holz geflammt, mit einer speziellen Technik abriebfest verkohlt und verkörpert so den Namen Aska - schwedisch für Asche ...

    Planung: PURE GRUPPE Architektengesellschaft mbH, Regensburg
    Ausführung: Laubmeier Innenausbau, Geigant

  • Bild 20 von 60
    © Herbert Stolz
    Publikumspreis + Auszeichnung:

    Sushi-Bar Aska

    ... Der Gast tritt durch ein welliges, raumteilendes Metallgewebe, das die Optik eines alten Fischernetzes assoziiert, in den Gastraum, in dem sich der zentrale Omakase-Tresen mit sechs Sitzplätzen befindet. Sechs weitere Plätze entstehen durch zurückgezogenere Nischen, die ebenfalls mit verkohltem Holz gestaltet wurden und den Charakter der Fischerhütte sowohl vom Material, als auch räumlich aufgreifen. Der lange Tresen im Raum ist wie ein überdimensionaler Fisch gestaltet und aufwändig mit mehr als 2400 handgearbeiteten, schwarzen Lederschuppen belegt. So spiegelt das Interieur klar wider: sowohl der innovative Sternekoch als auch die Pure Gruppe lieben den Weg abseits des Standards. Und das macht das Aska und dessen Interieur zu etwas ganz Besonderem.

    Planung: PURE GRUPPE Architektengesellschaft mbH, Regensburg
    Ausführung: Laubmeier Innenausbau, Geigant

  • Bild 21 von 60
    © Brigida González
    Auszeichnung:

    Lager- und Werkstattgebäude HVG

    ... Die Fassadenkonstruktion ist geschossweise gespannt und benötigt keine zusätzliche horizontale Unterkonstruktion. Die Elemente bestehen aus 2mm starken, perlmausgrau pulverbeschichteten Aluminiumblechen mit einer Segmentierung der Sicken von 260x108 mm. Durch das geschossweise Versetzen der Sicken um jeweils ein Segment werden die einzelnen Gebäudeebenen ablesbar und es entsteht trotz der Homogenität des Materials ein belebtes Fassadenbild. Aufgrund des Lochungsanteils der Bleche können die Parkebenen natürlich be- und entlüftet werden und es wird ein hohes Maß an Transparenz erzeugt. Durch die offene geometrische Struktur entstehen Schichtungen sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe und lassen durch wechselnde Lichtverhältnisse unterschiedliche Eindrücke und Bilder entstehen.

    Planung: wittfoht architekten bda, Stuttgart
    Ausführung: Karl Köhler GmbH, Besigheim
    MBO Metallbau Obersulm GmbH & Co. KG, Obersulm-Sülzbach
    Metallbau Perger GmbH & Co. KG, Heilbronn
    Schreinerei Ihle GmbH, Neckarsulm

  • Bild 22 von 60
    © Brigida González
    Auszeichnung:

    Lager- und Werkstattgebäude HVG

    Auf einer Eckparzelle inmitten des Heilbronner Industriegebiets präsentiert sich das neue Büro- und Werkstattgebäude der Heilbronner Versorgungs GmbH selbstbewusst und setzt einen deutlichen städtebaulichen Akzent. Neben der optimalen Umsetzung der betriebstechnischen Abläufe stand die Integration eines solchen Funktionsgebäudes in den stadträumlichen Kontext im Vordergrund. Die Tragstruktur besteht aus einer feuerbeständigen Betonrahmen-Konstruktion. Im Bereich von Parkflächen und Erschließung legt sich eine perforierte Fassadenhülle um den Baukörper; die Büroräume der oberen Geschosse sind verglast ...

    Planung: wittfoht architekten bda, Stuttgart
    Ausführung: Karl Köhler GmbH, Besigheim
    MBO Metallbau Obersulm GmbH & Co. KG, Obersulm-Sülzbach
    Metallbau Perger GmbH & Co. KG, Heilbronn
    Schreinerei Ihle GmbH, Neckarsulm

  • Bild 23 von 60
    © Guggenbichler + Wagenstaller
    Hotelerweiterung in Holzmodulbauweise

    ... Große Verglasungen erlauben Ausblicke in die Umgebung oder auf das zugehörige Bestandsgebäude des Gasthofes und erzeugen lichtdurchflutete Räume. Vertikale Lamellen schaffen Privatsphäre. Sie halten die Fassade und die Fensterfronten standortgemäß bodenständig.Die Fassade ist traditionellerweise aus Lärchenholz und für die Module wurde Fichtenholz verwendet. Jedes Zimmer entspricht einem Modul, das jeweils vorgefertigt auf der Baustelle montiert wurde. Wand-, Boden- und Deckenelemente sind dabei aus Massivholzelementen gefertigt. Eine Schallentkoppelung konnte erreicht werden, indem die Module auf einer senkrecht und waagrecht geständerten Skelettkonstruktion gestapelt wurden.

    Planung: Guggenbichler + Wagenstaller, Rosenheim
    Alois Juraschek (Architektur, Entwurf und künstlerische Leitung), Aschau i. Chiemgau
    Seeberger Friedl Planungsgesellschaft mbH (Tragwerksplanung), Deggendorf
    Ausführung: Schreinerei Herzinger & Greive Design, Stephanskirchen
    Schreiner Holzbau GmbH, Riedering

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    © Guggenbichler + Wagenstaller
    Hotelerweiterung in Holzmodulbauweise

    Die Hotelerweiterung ist eine Symbiose zwischen ländlichem Bauen und moderner Architektur. Sie greift die dörfliche Bebauungsstruktur und die voralpenländliche Bauweise auf. Die Architektur ist modern, aber dezent, sodass sich der Neubau dem Hauptgebäude unterordnet. Stein und Holz sind dominierend und bilden die Übersetzung der Natur- mit der Kulturlandschaft. Der Holzbau besteht aus 20 Hotelzimmern, die jeweils über Laubengänge betreten werden. Die Zimmer aus Birken,- Zirben- oder Eichenholz verfügen über einen offenen Nassbereich. Durch die verschiedenen Holzmaserungen und natürlichen Färbungen des Rohstoffes sind die Atmosphäre und die Haptik der Räumlichkeiten bei gleicher Möblierung verschieden ...

    Planung: Guggenbichler + Wagenstaller, Rosenheim
    Alois Juraschek (Architektur, Entwurf und künstlerische Leitung), Aschau i. Chiemgau
    Seeberger Friedl Planungsgesellschaft mbH (Tragwerksplanung), Deggendorf
    Ausführung: Schreinerei Herzinger & Greive Design, Stephanskirchen
    Schreiner Holzbau GmbH, Riedering

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    © Jonathan Sage
    Bundwerkstadl Aubenhausen

    Der 250 Jahre alte Bundwerkstadel wurde als Seminar- und Wohngebäude wiederaufgebaut. Die aufwendig restaurierte Holzstruktur stellte dafür einen idealen Rahmen dar. Im Innenraum sind helle und erlebnisreiche Räume entstanden. „Raum und Zwischenraum“ schaffen übereinandergestapelte Holzkuben aus glatter Weißtanne. Diese flächigen Kuben formen den größtmöglichen Kontrast zum feingliedrigen Bundwerk ...

    Planung: Leupold Brown Goldbach Architekten, München
    Ausführung: Vinzenz Bachmann Bau GmbH, Schleching

  • Bild 26 von 60
    © Jonathan Sage
    Bundwerkstadl Aubenhausen

    ... Die Innenseite des Bundwerks wurde komplett verglast und wird dadurch auch von innen erlebbar. Zwei große Tennen verbinden sich als ehemalige Durchfahrten über riesige Glastore mit dem Außenraum. Sie sind bis unters Dach frei von Einbauten, lediglich leichte Brücken aus Holz oder Stahl verbinden die beiden Nutzungen über die Tenne hinweg.

    Planung: Leupold Brown Goldbach Architekten, München
    Ausführung: Vinzenz Bachmann Bau GmbH, Schleching

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    © Julia Hildebrand/Ingolf Hatz
    Sanierung „Bauer in der Au“ - Hauptsitz einer Modefirma in Rosenheim

    ... Neubau (Ersatzbau Scheune): Rückbau der Scheune aus den 1980er-Jahren Errichtung wasserdichter Keller in Ortbeton Errichtung Erdgeschoss aus Ortbeton (tragende Teile) und aus Fertigbetonteilen (Fassade) Aufstellung Dachgeschoss aus vorgefertigten Holzmassivwänden mit Pfettendachstuhl und Firstverglasung.

    Planung: Kammerl & Kollegen, Architekten I Innenarchitekten I Ingenieure, Pfaffing
    Ausführung: Sebastian Daxeder Bauunternehmung GmbH, Kolbermoor
    Zimmerei Holzbau König & Sohn GbR, Babensham

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    © Julia Hildebrand/Ingolf Hatz
    Sanierung „Bauer in der Au“ - Hauptsitz einer Modefirma in Rosenheim

    Aufgabe für die Architekten war es, einen leerstehenden Hof im Außenbereich der Stadt Rosenheim zu revitalisieren und einer neuen Nutzung zuzuführen im Auftrag des Bauherrn (Beck & Fecke Familienholding KG). Jahrelanger Leerstand, Vandalismus und Einbauten aus den 1960er-Jahren hatten das Denkmal stark beeinträchtigt. Folgende Punkte wurden instandgesetzt: Tenne: Rückbau des Betoneinbaus, Ertüchtigung der Holzkonstruktion und des Dachstuhls mit Einbau einer Firstverglasung, Einbau einer zusätzlichen Decke und einer umlaufenden Holzständerwand innenseitig der Bestandswand als neue energetische Hülle und zur statischen Stabilisierung Stall: Unterfangen der Natursteinsäulen, Ertüchtigung der Gewölbedecke, Ersetzen der Bodenplatte Wohnen: Ertüchtigung der Holzbalkendecken, Versetzen des Treppenhauses, Einbau der Bodenplatte Getreidespeicher: Rückbau des Treppeneinbaus, Ertüchtigung der Holzkonstruktion und des Dachstuhls mit Einbau einer Firstverglasung ...

    Planung: Kammerl & Kollegen, Architekten I Innenarchitekten I Ingenieure, Pfaffing
    Ausführung: Sebastian Daxeder Bauunternehmung GmbH, Kolbermoor
    Zimmerei Holzbau König & Sohn GbR, Babensham

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    © Roland Halbe
    1. Preis:

    Feuerwehrzentrum Köln-Kalk

    Planungskonzeption war es, das Feuerwehrzentrum als kraftvolles, markantes Gebäudeensemble um einen Betriebshof herum zu konzipieren und dabei gleichermaßen den städtebaulichen Zielvorstellungen und den funktionalen Erfordernissen gerecht zu werden. Dabei bildet der fünfgeschossige Hauptbaukörper der Berufsfeuerwehr den baulichen Schwerpunkt. Von hier aus verläuft die durchlaufende Gebäudekontur über alle Bauteile und findet im Schlauchturm seinen Abschluss und Höhepunkt. Ziel der Planung war auch der gestalterische Zusammenhalt dieses Ensembles durch die durchgängige Anordnung Fassadenstruktur. So entsteht ein räumlich – bauliches Kontinuum, das durch die horizontale Gliederung der differenziert ausgestalteten Fassaden wirkungsvoll unterstrichen wird ...

    Planung: KNOCHE ARCHITEKTEN BDA, Leipzig
    Ausführung: Schrag Fassaden GmbH, Chemnitz
    Franzen Ingenieur und Montagebau GmbH, Kottenheim

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    © Roland Halbe
    1. Preis:

    Feuerwehrzentrum Köln-Kalk

    ... Die Architektur wird geprägt durch wenige, robuste Materialien. Um den Charakter kompakter technischer Funktionalität zu thematisieren, werden die Fassaden als Metallfassaden aus verzinkten Stahlblechtafeln ausgebildet. Die gewählte Materialität steht für technische Solidität und Beständigkeit und somit auch für die Werte und das Selbstverständnis einer Berufsfeuerwehr. Der Baukörper zeigt eine selbstbewusste Präsenz und wird als zeitgenössischer Baustein im heterogenen Stadtraum verstanden, er vereint eine der Gebäudenutzung angemessene Einfachheit mit einem hohen gestalterischen Anspruch.

    Planung: KNOCHE ARCHITEKTEN BDA, Leipzig
    Ausführung: Schrag Fassaden GmbH, Chemnitz
    Franzen Ingenieur und Montagebau GmbH, Kottenheim

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    © Rainer Viertlböck
    Hotel im wiederaufgebauten Stallgebäude des Bauernhofs auf Gut Sonnenhausen

    ... Lehmputz in unterschiedlichen Naturfarben vermittelt Ruhe und Geborgenheit, gleichzeitig schenken große bodenhohe Fenster einen weiten Blick in die Natur. Selbstentworfene Betten aus Fichtenholz und ein per Schiebewand verbundenes Badezimmer mit Dusche wahren einen stillen Komfort. „Lehm bietet eine unverwechselbare Materialästhetik und eine besondere sinnliche Attraktivität“, sagt Larry Weiss, Fachmann für Lehm- und Innenausbau.

    Planung: vonMeierMohr Architekten PartG mbB, Schondorf
    Ausführung: Larry Weiss Lehm- & Innenausbau, Rohrdorf / Höhenmoos
    Klaus Gröbmayr GmbH, Glonn
    Wieser Hans Schreinerei, Frauenneuharting

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    © BAUWERK PERSPEKTIVEN, Gerd Schaller
    Hotel im wiederaufgebauten Stallgebäude des Bauernhofs auf Gut Sonnenhausen

    Das vom Feuer zerstörte Stallgebäude des alten Bauerhauses von Gut Sonnenhausen wurde unter Auflagen des Denkmalschutzes wiederaufgebaut. Unbehandeltes Fichtenholz, zu Dämmplatten verarbeitete Jutesäcke, Lehmputz, schlichte Bauernmöbel und eine faszinierende Lichtstimmung. Das Highlight sind die beiden Stallsuiten im Dachgeschoss. Sie befinden sich direkt unter dem Dach mit seinen geneigten Decken- und Giebelwänden. Eine komplett verglaste Seitenwand am Ende der Suiten scheint den Raum zu öffnen und es entsteht ein Gefühl der Weite und der Einheit mit der Natur ...

    Planung: vonMeierMohr Architekten PartG mbB, Schondorf
    Ausführung: Larry Weiss Lehm- & Innenausbau, Rohrdorf / Höhenmoos
    Klaus Gröbmayr GmbH, Glonn
    Wieser Hans Schreinerei, Frauenneuharting

  • Bild 33 von 60
    © Stefan Müller-Naumann
    Auszeichnung:

    Neubau Büro- und Laborgebäude in Riedering

    ... Das Haus entwickelt sich um einen zentralen Lichthof. Im auch für Besucher zugängigen Erdgeschoß befindet sich ein Labor, das insbesondere auch für Kunden als Schauraum dient. Im Geschoß darüber sind die anderen Labors angeordnet. Im zweiten Obergeschoß liegen – auch aus akustischen Gründen von den Laboren getrennt - die Büros. Kommunikatives und verbindendes Element ist der zentrale Luftraum. Die Nachhaltigkeit stellt einen wichtigen Aspekt des Gebäudes dar. Die Prüfmaschinen werden hydraulisch betrieben. Alle Dächer sind mit Photovoltaikmodulen versehen um die Hydraulikpumpe zu betreiben. Die Kühlung des Gebäudes erfolgt passiv über ein Sondenfeld.

    Planung: Bathke Geisel Architekten, München
    Ausführung: Zimmerei A. Maicher GmbH, Großkarolinenfeld
    Spenglerei Maurer GmbH, Bruckmühl-Heufeld
    A + B Reichenberger GbR, Göggenhofen

  • Bild 34 von 60
    © Stefan Müller-Naumann
    Auszeichnung:

    Neubau Büro- und Laborgebäude in Riedering

    Die Firma Endolab führt Verschleißprüfungen an verschiedensten medizinischen Implantaten durch. Das Haus mit quadratischem Grundriss liegt am Ostrand eines Gewerbegebietes sprichwörtlich auf der grünen Wiese. Großzügige Einschnitte für Eingänge und Freibereiche gliedern die Form skulptural und schaffen so verschiedenste Ansichten - je nach Blickwinkel. Die Schwingungen der Prüfgeräte erforderten eine massive Konstruktion aus Stahlbeton. Die hochdämmende Fassade ist auch als Bezug auf die Umgebung aus Holz hergestellt. Verschiedene Arten der Behandlung der Schalung schaffen ein- und Ausblicke sowie ein Spiel von Licht und Schatten auf der Oberfläche ...

    Planung: Bathke Geisel Architekten, München
    Ausführung: Zimmerei A. Maicher GmbH, Großkarolinenfeld
    Spenglerei Maurer GmbH, Bruckmühl-Heufeld
    A + B Reichenberger GbR, Göggenhofen

  • Bild 35 von 60
    © Dieter Leistner
    Auszeichnung:

    Zusammenspiel | Vom Kloster zur Musikakademie Hammelburg

    2014 verließen die Franziskaner nach 365 Jahren das Kloster Altstadt. 2015 erwarb die Bayerische Musikakademie die denkmalgeschützte Klosteranlage. Neues Leben konnte in die alten Mauern einziehen. Die historische Pforte wurde reaktiviert. Wir haben klare, barrierefreie Wege, Blickbeziehungen und einfache Orientierung geschaffen. Ziel war es, die Seele, die klösterliche und schlichte Atmosphäre, zu bewahren, zugleich aber Freiräume zu schaffen für das Neue: ein lebendiges, offenes Haus der Musik! Im Herzen des Klosters der frühere Kreuzgang mit Kreuzgarten. Wir haben die Wände geöffnet und ein gläsernes Dach gespannt. Ein großer Saal zum Speisen, Tagen, Musizieren oder Kommunizieren – ein pulsierender Ort der Begegnung, aber auch ein multifunktionaler, akustisch optimierter und verschattbarer Raum für Konzerte, Konferenzen und Feste ...

    Planung: Brückner & Brückner Architekten GmbH, Würzburg
    Ausführung: Schreinerei Lösch, Kist

  • Bild 36 von 60
    © Dieter Leistner
    Auszeichnung:

    Zusammenspiel | Vom Kloster zur Musikakademie Hammelburg

    ... Die Symbole „Glaube, Hoffnung und Liebe“ als Ornamente im Steinboden erinnern an die Buchsbäume des Kreuzgartens. Ein Saal im Freien, mehr Außen- als Innenraum – mit Einblicken, Durchblicken, Ausblicken. Wir übertragen diesen Kreuzganggedanken auch in das erste Obergeschoss. Außenherum und darüber Übungsräume, zwei besondere im Dach. Der eine macht den historischen Dachstuhl erlebbar, der andere ist sein zeitgemäßer Gegenspieler. Im Südflügel, als Zonen der Ruhe und Einkehr, Übernachtungszimmer in historischen Klosterzellen.

    Planung: Brückner & Brückner Architekten GmbH, Würzburg
    Ausführung: Schreinerei Lösch, Kist

  • Bild 37 von 60
    © Michael Heinrich
    Monolithisches Ensemble

    ... Die Kubatur– und Höhenentwicklung des Ensembles reagiert subtile auf Erwartungshaltungen: Das Gästehaus nimmt sich im Volumen zurück, ist in der Höhenentwicklung niedriger und lässt damit dem Hauptgebäude den Vortritt. Durchblicke zu den straßenabgewandten Grünbereichen sind möglich bei gleichzeitigem Schutz der Terrassen vor Einblicken. Heizung: Grundwasserwärmepumpe Dachflächen: extensiv begrünt. Außenwände: tragend + monolithisch 45 cm aus Infraleichtbeton (Zulassung im Einzelfall), beidseitig unverputzt (ENEV-konform) Innenwände: Nichttragend+ abgesetzt durch Farbe (weiß), Material (GK) und Textur (Glattputz). Beheizung: Grundwasserwärmepumpe. Glasschaumschotter (aus Altglas) als Perimeterdämmung. Dach- und Oberflächenwasser versickern vor Ort.

    Planung: Unterlandstättner Architekten, München
    Ausführung: Dechant hoch- und ingenieurbau GmbH, Weismain
    Traub GmbH & Co. Haustechnik KG, Grünwald
    Heidelberger Beton GmbH, München

  • Bild 38 von 60
    © Michael Heinrich
    Monolithisches Ensemble

    Beide Neubauten sind in Infraleichtbeton (monolithische Außenwände, 45 cm) errichtet. Die Innenseiten der Außenwände wurden ebenfalls in Sichtbeton belassen. Die räumliche Konstellation wird durch die Tageslichtführung und Sichtachsen unterstützt, der Ensemblecharakter durch die spezifische Volumengestaltung und homogene Materialität der beiden Gebäude gestärkt. Direktes Tageslicht aus wechselnden Himmelsrichtungen ist ständiger Begleiter in beiden Häusern, Einblicke von außen sind durch die Anordnung der Fenster minimiert, prägnante Einschnitte und auskragende Obergeschosse ermöglichen geschützte Terrassen und Freibereiche ...

    Planung: Unterlandstättner Architekten, München
    Ausführung: Dechant hoch- und ingenieurbau GmbH, Weismain
    Traub GmbH & Co. Haustechnik KG, Grünwald
    Heidelberger Beton GmbH, München

  • Bild 39 von 60
    © Lucia Ludwig
    Trainingscenter Mannheim

    ... Farbe und Material sind auf das konservative CI des „TÜV Süd AG“ in dunklem Blau aufgebaut und bewusst mit frischen hellen Farben dynamisiert worden. So sind abwechslungsreiche und einladende Aufenthaltsbereiche am Empfang, im Zwischengang und Catering entstanden, welche zum pausieren, austauschen und verköstigen einladen. Dagegen stehen die reduzierten und klar strukturierten Büro- und Seminarräume, in denen Wissensvermittlung unterschiedlicher Lerninhalten und Lernmethoden durch hochwertige Lichtszenen und flexiblem Mobiliar möglich ist.Die Kernsanierung wurde im laufenden Betrieb durchgeführt.

    Planung: Birgit von Moltke InnenArchitektur, München
    Ausführung: Schreinerei Hein GmbH, Waldbüttelbrunn
    Hermann Glab Montagebau GmbH, Lorsch
    Scherrbacher Elektroanlagen GmbH, Mannheim
    Weinberger Raumdekor, Waldbüttelbrunn

  • Bild 40 von 60
    © Lucia Ludwig
    Trainingscenter Mannheim

    Als fließende Raumstruktur, ordnet sich die neue Nutzung des Seminarbetriebs in das bestehende Büro- und Verwaltungsgebäude aus dem Errichtungsjahr 1970. Über eine weiße, homogen geschlossene und geschwungene Decke und der komplementären schwarzen, mit sichtbaren technischen Bauteilen geprägte – heterogene, offene Decke; wird die bestehende längliche Geometrie des Grundrisses aufgebrochen und neu zoniert. Durch die Spiegelung der fließenden Geometrie im wechselnden Bodenbelag, entstehen Zonen, welche durch Holzlamellen in neue Räume gegliedert werden ...

    Planung: Birgit von Moltke InnenArchitektur, München
    Ausführung: Schreinerei Hein GmbH, Waldbüttelbrunn
    Hermann Glab Montagebau GmbH, Lorsch
    Scherrbacher Elektroanlagen GmbH, Mannheim
    Weinberger Raumdekor, Waldbüttelbrunn

  • Bild 41 von 60
    © Marcus Ebener
    Auszeichnung:

    Jüdisches Gemeindezentrum mit Synagoge, Regensburg

    ... Die Fassaden des Altbaus und des Neubaus wurden farblich aufeinander abgestimmt, zeigen aber deutlich ihre Entstehungszeit. Stehend vermauerte Sichtziegel lassen erkennen, dass es sich um ein Gebäude von besonderer Bedeutung handelt. Auf der Süd-Ost-Ecke des Grundstücks erhebt sich über den Ziegelwänden die metallgedeckte Kuppel der Synagoge. Der ruhig proportionierte Synagogenraum erhielt eine innere, nach Osten ausgerichtete Holzschale, die eine innovative Holzkuppel überwölbt. Holzlamellen übertragen das Tageslicht gedämpft in den Innenraum und geben dem Raum bei aller Schlichtheit eine hohe meditative Qualität.

    Planung: Staab Architekten GmbH, Berlin
    Ausführung: IHR Tischler GmbH & Co. KG, Harth-Pöllnitz

  • Bild 42 von 60
    © Marcus Ebener
    Auszeichnung:

    Jüdisches Gemeindezentrum mit Synagoge, Regensburg

    An Stelle der 1938 zerstörten Synagoge errichtete die jüdische Gemeinde ein Gemeindezentrum mit Synagoge, welches das historische „Sakrale Dreieck“ aus Dom, Neupfarrkirche und Synagoge wiederherstellt. Der Neubau löst zwei scheinbare Widersprüche, die mit der Bauaufgabe verknüpft zu sein schienen: sich in zeitgemäßer Architektursprache in die Unesco-Welterbe Altstadt einzufügen und für das jüdische Gemeindeleben einen offenen und doch sicheren Ort zu schaffen. Um in der dichten Altstadt eine erkennbare Adresse zu erhalten, wurden das Gemeindezentrum und die Synagoge zusammengefasst und mit dem Altbau verbunden. Das gestaffelte Volumen knüpft an die trauf- und giebelständigen Häuser der Altstadt an und öffnet sich mit großen Fenstern und zwei Höfen zur Umgebung ...

    Planung: Staab Architekten GmbH, Berlin
    Ausführung: IHR Tischler GmbH & Co. KG, Harth-Pöllnitz

  • Bild 43 von 60
    © Lederer Ragnarsdóttir Oei
    Haus F in Schruns

    ... Von Nordosten erreicht man über den Eingang das halb in den Hang gesetzte Sockelgeschoss. Dunkle Böden, helle Putzflächen, Sichtbetondecken und Türen aus geseifter Kiefer vermitteln eine rustikale Klarheit. Über Eichenstufen dem Licht entgegen gelangt man in das Wohngeschoss. Die sichtbar belassenen Wände und Decken des Holzmassivbaus verleihen den Räumen Wärme und Wohnlichkeit. Minimalistische, weiße Elemente sorgen im Kontrast dazu für unaufgeregte Eleganz. Kochen mitten unter Gästen war der lang gehegte Wunsch der Bauherren. Nun bildet die freistehende Küche den Kern des Hauses und gliedert den offenen Grundriss. Verglaste Ecken mit tiefen Laibungen laden dazu ein sich zu setzen und den Blick über die umliegenden Gipfel schweifen zu lassen. Steigt man die Treppe weiter empor erreicht man die privaten Räume.

    Planung: LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei GmbH & Co. KG, Stuttgart
    Ausführung: Holzbau Feuerstein GmbH & Co. KG, Au (Österreich)
    Holztreppe Feuerstein Reinhard, Andelsbuch (Österreich)
    Schwarzmann, das Fenster, Schoppernau (Österreich)

  • Bild 44 von 60
    © Lederer Ragnarsdóttir Oei
    Haus F in Schruns

    Der mutige Entschluss der Bauherren die alte Heimat nach dem Arbeitsleben zu verlassen und den neuen Lebensabschnitt in einem neuen Zuhause zu beginnen war Ausgangspunkt des Entwurfs. In Tschagguns, eingebettet in der Landschaft zwischen den Bergen des Montafon, zeigt das Haus eine klassisch alpenländische Farbgebung mit dunkler Fassade, weißen Fensterrahmen und grünen Schiebeläden. Die Stülpschalung wölbt sich an den Ecken und am Sockel leicht nach außen. Zusammen mit profillosen Eckverglasungen und der weißen Dachuntersicht wird das traditionelle Bild durchbrochen ...

    Planung: LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei GmbH & Co. KG, Stuttgart
    Ausführung: Holzbau Feuerstein GmbH & Co. KG, Au (Österreich)
    Holztreppe Feuerstein Reinhard, Andelsbuch (Österreich)
    Schwarzmann, das Fenster, Schoppernau (Österreich)

  • Bild 45 von 60
    © Markus Guhl
    Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum Medicum der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

    Mit seiner Fassade aus rötlich lasiertem Sichtbeton reagiert der Neubau des Medicums auf den historischen Kontext der medizinischen Fakultät aus der Gründerzeit. Gleichwohl gibt er sich als zeitgemäßes Haus zu erkennen. Die Fensterelemente sind in tiefe Laibungen gesetzt und besitzen in ihrer Mitte einen transluzenten, vorgestellten Sonnenschutzkasten. Das Medicum befindet sich auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt in räumlicher Nähe zum Main. Sein Umfeld ist geprägt durch historische Nachbarbauten sowie den Rosengarten an der Nordseite. An der Südseite schließen sich Grünflächen der umliegenden Gebäude an. Unser Entwurf besteht aus zwei unterschiedlich hohen Kuben, die durch ihren Versatz an der Fassade zum Rosengarten einen deutlich erkennbaren Eingangsbereich formulieren ...

    Planung: wulf architekten, Stuttgart
    Ausführung: LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG - Ingenieurbau, Langen

  • Bild 46 von 60
    © Markus Guhl
    Lehr-, Lern- und Prüfungszentrum Medicum der Goethe-Universität in Frankfurt am Main

    ... Die Herausforderung bestand für uns im Einfügen des relativ großen Bauvolumens in ein kleines Grundstück: Der Baukörper besteht aus zwei unterschiedlich hohen und unterschiedlich tiefen Teilen, die versetzt zueinander angeordnet sind und sich ineinander verschränken. Der gartenseitige Prüfungssaal für ca. 200 Personen befindet sich im Untergeschoss und orientiert sich zu einem daran angrenzenden großzügigen Tiefhof. Die Seminarräume sind im Erdgeschoss untergebracht, die Lehr-, Lern- und Verwaltungsbereiche befinden sich in den Obergeschossen.

    Planung: wulf architekten, Stuttgart
    Ausführung: LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG - Ingenieurbau, Langen

  • Bild 47 von 60
    © Seitz Architektur
    Vom Gemüselager zum Loft

    Das ursprünglich als Obst- und Gemüselager genutzte Objekt aus den 60 er Jahren war mit seiner Lage inmitten eines innerstädtischen Wohnblocks nicht mehr sinnvoll gewerblich nutzbar. Die neuen Eigentümer wollten die Halle erhalten und zu einem Loft umbauen. Mit der Erhaltung der Gebäudesubstanz wird die darin gebundene Energie nach 50 Jahren Lebensdauer nicht zu Abfall, sondern einem neuen Lebenszyklus zugeführt. Drei frei in die Halle gestellte, in sich verschachtelte Boxen gliedern den Raum und nehmen die Funktionen Garderobe, Schlafen, Bad und Küche auf ...

    Planung: Seitz Architektur, Aschaffenburg
    Ausführung: Schreinerei Helfrich, Glattbach

  • Bild 48 von 60
    © Seitz Architektur
    Vom Gemüselager zum Loft

    ... Die Schlafzimmerbox aus Birke-Multiplex-Platten spannt sich als Alkoven über das Bett, bietet Stauraum und eine Sitznische in der Garderobe. In die blaue Badezimmerbox sind Nischen für das WC, die Dusche und der begehbare Kleiderschrank eingebaut. Die graue Küchenbox bietet viel Stauraum und beherbergt alle Funktionen für die kochfreudigen Bewohnerinnen. Eine vierte Box durchstößt die Fassade, schafft eine neue Eingangssituation und leitet Tageslicht ins Innere. Die zurückversetzte Glasfassade lässt Platz für den ganzjährig nutzbaren überdachten Freisitz. Die Gebäudehülle wurde gedämmt und die Heiztechnik erneuert, so dass das Gebäude nahezu den Energiestandard eines Neubaus erreicht. Der Keller dient dabei als thermischer Puffer. Das große Raumvolumen erlaubt es, auf eine Lüftungsanlage zu verzichten.

    Planung: Seitz Architektur, Aschaffenburg
    Ausführung: Schreinerei Helfrich, Glattbach

  • Bild 49 von 60
    © Maximilian Gottwald
    Auszeichnung:

    Bürogebäude Interpark Kösching

    Auf dem höchsten Punkt des Geländes wurde, als Teil des Gewerbegebiets Interpark in Kösching, ein 324 m² großes Bürogebäude für die Interpark Management GmbH errichtet, das auf den Mauern des unterirdisch gelegenen Brauchwasserbehälter gründet. Durch die Überbauung konnte auf zusätzliche Versiegelung des naturbelassenen Areals verzichtet werden. Der in Holz-Massivbauweise ausgeführte eingeschossige Baukörper wurde mit vorgefertigten Elementen in Sichtqualität und 22 m langen Brettsperrholzdeckenelementen errichtet. Die stehenden Holzelemente des Gebäudes sind als losgelöst raumbildende Kuben tragend ausgeführt, die durch großflächige Glasfassadenelemente mit verdeckt liegenden Profilen verbunden werden. Sie gliedern den Baukörper räumlich und schaffen unterschiedliche Raumqualitäten ...

    Planung: abhd architekten - denzinger und partner mbB, Neuburg/Donau
    Ausführung: Schels Holzbau Zimmerei GmbH, Altmannstein
    Solarlux GmbH, Melle
    DTB-Innenausbau GmbH, Rennertshofen
    Schreinerei Pfleiderer, Nördlingen

  • Bild 50 von 60
    © Maximilian Gottwald
    Auszeichnung:

    Bürogebäude Interpark Kösching

    ... Vom Innenraum aus öffnet sich der Baukörper zu allen Seiten und gibt ein 360° Panorama der Donauauen, der Vororte von Ingolstadt, der Ausläufer des Altmühltals und des gesamten Gewerbegebiets frei, welches von hier aus verwaltet wird. Die Brettsperrholzdecke liegt auf den Wandelementen und dünnen Stützen auf und vermittelt den Eindruck großer Leichtigkeit. Das allseitig 2,1 m auskragende Vordach prägt zusammen mit der umlaufenden Terrasse vor der gläsernen Fassade mit den kontrastierten Holzelementen das Erscheinungsbild eines exponierten Aussichtspunktes.

    Planung: abhd architekten - denzinger und partner mbB, Neuburg/Donau
    Ausführung: Schels Holzbau Zimmerei GmbH, Altmannstein
    Solarlux GmbH, Melle
    DTB-Innenausbau GmbH, Rennertshofen
    Schreinerei Pfleiderer, Nördlingen

  • Bild 51 von 60
    © Eckhart Matthäus
    Innenausbau Hotel Glocke

    Ein Hotelanbau, der sich in seiner Klarheit vom Bestandsgebäude unterscheidet, signalisiert: Hier kann man als Gast klare, schnörkellose Zimmer erwarten. Die Holzfassade lässt vermuten, dass auch innen echte, natürliche Materialien und eine klare Formensprache zu erwarten sind. Den 10 neuen Hotelzimmern - 4 Einzel- und 6 Doppelzimmer - ist ein einheitliches Raumkonzept zugrunde gelegt ...

    Planung: Gumpp Heigl Schmitt Architekten Partnerschaft mbH, Lutzingen
    Ausführung: Wiedemann Werkstätten, Höchstädt

  • Bild 52 von 60
    © Jens Heilmann
    Innenausbau Hotel Glocke

    ... Jedes Zimmer hat ein Fenster über die gesamte Raumbreite, eine großzügige Holz-Ablage, die auch als Fenster-Sitzbank dient, eine Schreibklappe aus Linoleum, die bei Nicht-Gebrauch zugeklappt bleiben kann und dadurch nicht unnötig Platz wegnimmt, eine Schiebetür, die Schrank- und Badtür in einem ist, und schließlich haben alle Zimmer eine lange Holz-Bretter-Wand. Darin verschwinden die Schreibklappe und ein Spiegel. Nur Fugen und Lederriemen zeigen dezent, dass etwas hervorzuzaubern ist. Ein Zimmer ist besonders: das Einzelzimmer, das an den Bestandsbau angrenzt. Eine zwischen den Gebäudeteilen entstandene Nische wurde komplett mit Holz verkleidet und als Schlafnische ausgebaut. Die Hotellobby, gleichzeitig Frühstücksraum, lebt von der Glasfront und vom Tresen aus gekantetem, 5 mm dickem Stahlblech. Das Podest aus Massivholz beinhaltet die ersten 3 Treppenstufen, eine Sitznische mit Tisch, eine Ablage- und Sitzmöglichkeit an der Podest-Längsseite und einen Auszug.

    Planung: Gumpp Heigl Schmitt Architekten Partnerschaft mbH, Lutzingen
    Ausführung: Wiedemann Werkstätten, Höchstädt

  • Bild 53 von 60
    © CFL
    Restaurant im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude, Luxemburg

    Im Zuge der Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes soll das neue Restaurant im denkmalgeschützten Luxemburger Bahnhofsgebäude als attraktiver Anziehungspunkt zur Aufwertung des Quartiers beitragen. Der zweiphasige Umbau im Auftrag der CFL Immo S.A. (als stellv. Bauherr der SNCFL) setzt auf die Gestaltung in einem für die Eisenbahngesellschaft typisch industriellen Charakter, welcher die Epochen, die der Bahnhof durchlebt hat, zeitgemäß wiedergibt. Für den Innenausbau werden Holz, Stahl, Glas und Leder eingesetzt. Die bewusste Wahl dieser einfachen, hochwertigen Materialien interpretiert deren historische industriell bedingte Verwendung auf moderne Art und Weise ...

    Planung: WW+ architektur + management sàrl, Esch-sur-Alzette (Luxemburg)
    Ausführung: Unikat Interior Sàrl, Grevenmacher (Luxemburg)
    Parquet Böhm Sàrl, Wecker (Luxemburg)
    DP Ausbau Sàrl, Wormeldange (Luxemburg)
    Carrelages Wedekind SA, Grevenmacher (Luxemburg)

  • Bild 54 von 60
    © Linda Blatzek
    Restaurant im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude, Luxemburg

    ... Ein Dielenboden, wie schon im ehemaligen Bahnhofslokal vorhanden, und Einbauten aus Eichenholz verleihen den Räumlichkeiten des Restaurants eine warme Atmosphäre. Dabei steht das verwendete Holz für das Handwerk als das Baumaterial für Schuppen und Schienenschwellen, bis hin zum edlen Ausbau der Wartesäle und Waggons. Der Schwarzstahl der Theke erinnert an einen der wichtigsten Werkstoffe der Eisenbahn unter anderem für Loks, Laufräder, Schienen oder Tragwerken von Hallen. Die lederbezogenen Sitzmöbel zitieren die Inneneinrichtung der historischen Züge. Ein besonderes visuelles Highlight bietet die mittig abgehängte Deckenfläche mit einem darauf abgebildeten Ausschnitt des historischen Bahnhofs, inklusive Vorplatz.

    Planung: WW+ architektur + management sàrl, Esch-sur-Alzette (Luxemburg)
    Ausführung: Unikat Interior Sàrl, Grevenmacher (Luxemburg)
    Parquet Böhm Sàrl, Wecker (Luxemburg)
    DP Ausbau Sàrl, Wormeldange (Luxemburg)
    Carrelages Wedekind SA, Grevenmacher (Luxemburg)

  • Bild 55 von 60
    © lux architect
    Holz Stein Licht, Rathaus Burtenbach

    Es ist die Ruhe der wenigen, warmen Materialien, die zu einem Gesamtwerk verschmelzen. Und es ist die Kraft des Handwerks, welches durch digitalisiertes Entwerfen und Fügen zum Vorschein kommt und die Räume zeitlos prägt. Die gute Zusammenarbeit zeigt sich z.B. daran, dass die Vorgaben des Architekten Prof. M. Lux, Hölzer leim- und metallfrei zu fügen, fachlich richtig und darüber hinaus mit Liebe umgesetzt wurden. In der Teamarbeit ist überdurchschnittlich an der Entwicklung von Unikaten gearbeitet worden. Die anspruchsvolle Treppenbrüstung wurde nicht nur einfach realisiert, sondern aus tiefster Überzeugung vom Schreiner mitgestaltet ...

    Planung: lux architect, Neusäss-Schlipsheim
    Ausführung: Schreinerei Stricker, Wittislingen
    Lebkuchen Fußbodentechnik GmbH, Möttingen

  • Bild 56 von 60
    © lux architect
    Holz Stein Licht, Rathaus Burtenbach

    ... Das Fachwissen des Meisters S. Stricker + die Erfahrung des Vaters, sind die Grundlage um Planung und Ausführung zu einem beeindruckenden Ergebnis zu bringen. Bei den Terrazzoarbeiten hat sich herausgestellt, dass ein guter Handwerksbetrieb in der Lage ist auch unter Zeitdruck noch weitere Elemente die gar nicht ausgeschrieben waren im Zeitplan zu realisieren. Neben den Böden, den Treppenstufen sind vor allem die von Hand gegossenen Waschbecken hervorzuheben, die aus dem gleichen Material hergestellt worden sind. Lust und Erfahrung haben zu einem Gewinn für Planer, Handwerker und für den Nutzer, die Bauherren herausgestellt.

    Planung: lux architect, Neusäss-Schlipsheim
    Ausführung: Schreinerei Stricker, Wittislingen
    Lebkuchen Fußbodentechnik GmbH, Möttingen

  • Bild 57 von 60
    © lux architect
    Grüner Salon

    Der „Grüne Salon“ wurde am Lehrgebiet Baustoffe und Baukonstruktion (TH-OWL) realisiert. Nach der Entwurfs-, Planungs-, und Realisierungsphase, ist ein neuer Raum entstanden, der neue Funktionen wie z.B. Materialbibliothek + Arbeitsplätze aufnimmt. Das Formen mit Massivholz ist in alle Richtungen vertikal + horizontal geschwungen und durch Detailverbindungen, wie konische Zäpfchen senkrecht + konische Schwalbenschwänze in Längsrichtung, leim- und metallfrei gefügt. Die Vorgaben des Architekten Prof. M. Lux, Hölzer leim- und metallfrei zu fügen, wurden vom Schreinermeister S. Stricker mit Begeisterung aufgenommen ...

    Planung: lux architect, Neusäss-Schlipsheim
    Ausführung: Schreinerei Stricker, Wittislingen

  • Bild 58 von 60
    © lux architect
    Grüner Salon

    ... Schreiner Stricker hat nie am Design gezweifelt, sondern sich ausschließlich um das Erstellen von hervorragenden Details bemüht. Zwei Dinge sind relevant: 1. Fachwissen des Quell- und Schwindverhaltens beim Fügen von Massivholz und 2. neue Fügetechniken werden über einen Fräse-Herstellungsprozess in geometrisch anspruchsvollen Formen maßgenau umgesetzt, dass bei der Montage kaum Maschineneinsatz notwendig ist. Der Aufbau, wie ein späterer Abbau (was nicht beabsichtigt ist) ist durch das passgenaue Herstellen der Einzelteile ein Leichtes. Dies spart Zeit und ist durch das neue Design ein Weg, Holzkonstruktionen auch im Hochbau neu zu denken.

    Planung: lux architect, Neusäss-Schlipsheim
    Ausführung: Schreinerei Stricker, Wittislingen

  • Bild 59 von 60
    © Brigida González
    2. Preis:

    Dachaufstockung R11_Maxvorstadt

    Die innerstädtische Dachaufstockung verfolgt eine landschaftliche Entwurfsidee. Neben der Erweiterung der Innenräume sollten auch großzügige Außenräume und Terrassen mit Ausblick in alle Himmelsrichtungen entstehen. Der Bestand aus den 80er Jahren hatte jedoch in den Fundamenten kaum Reserven, sodass für 2,5 Geschosse Neubau ein Stahlbeton Terrassengeschoss abgerissen werden musste. Die Erweiterung als Holzmassivbau mit hinterlüfteter Stahlfassade und Sichtbeton Brandwänden hat letztlich die Gewichtsproblematik gelöst ...

    Planung: POOL LEBER ARCHITEKTEN, München
    Ausführung: Zimmerei Frank, München
    Dachdeckerei Erwin Miller, Krailing
    Markus Lembcke Spenglerei, München
    Küchenkonzepte Humpel, Feldkirchen-Westerham

  • Bild 60 von 60
    © Brigida González
    2. Preis:

    Dachaufstockung R11_Maxvorstadt

    ... Im Wohngeschoss durchfließt in der Horizontalen der Innenraum den Außenraum, und schafft so verschiedenste Verbindungen zwischen, Wohnen, Küche und Schlafbereichen. Darüber bindet die Galerie vom Westen bis in den Osten durch und erlaubt so eine spannende Zirkulation in der Vertikalen, über Geschosse und Raumfolgen hinweg. Richtung Süden, zum Hof, wurde die Belichtung durch ein bewegtes Fensterband realisiert, dessen Skulpturalität von den sich aufweitenden und verjüngenden Sturz- und Brüstungsbändern geprägt ist, die auch die Terrassen in den Gesamtkörper einbeziehen. Die matte Stahlfassade schließt sanft an die Farbigkeit des Bestandes an, um eine stimmige Erweiterung zu formen, die den Bestand integriert. Im Innenraum wird dieses fließende Farb- und Raumkonzept durch naturbelassene Materialien wie Holz, Beton, Jura Blaugrau und Stahl fortgesetzt.

    Planung: POOL LEBER ARCHITEKTEN, München
    Ausführung: Zimmerei Frank, München
    Dachdeckerei Erwin Miller, Krailing
    Markus Lembcke Spenglerei, München
    Küchenkonzepte Humpel, Feldkirchen-Westerham

Zwischen Zweckbau und Genusstempel

Um die Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs "geplant + ausgeführt" aber nicht ewig auf die Folter zu spannen, haben die Veranstalter inzwischen die Sieger bekanntgegeben. Während sich die Jury beim ersten Preis auf einen Zweckbau einigte, der mit seiner Fassade aus feuerverzinkten Stahlblechtafeln den Charakter der Funktionalität betont und gleichzeitig ein ästhetisches Zeichen setzt, haben die Leser der Deutschen Handwerks Zeitung für einen Genusstempel votiert. Bei der Online-Abstimmung für den Publikumspreis sammelte die Sushi-Bar Aska in Regensburg die meisten Stimmen.

Inspiriert von einer verwitterten Fischerhütte entwickelten die Planer von der Pure Gruppe Architekturgesellschaft zusammen mit der Schreinerei Laubmeier aus Geigant ein tiefschwarzes Interieur, dessen handwerklich anspruchsvollen Details die Gäste ergänzend zur Kulinarik auf den Geschmack kommen lassen. Das mit einer speziellen Technik abriebfest verkohlte Holz trägt ebenso zum Ambiente von rauher Natur bei wie der lange Tresen, der nicht zuletzt dank seiner Ver­kleidung mit mehr als 2.400 handgefertigten schwarzen Lederschuppen an einen überdimensionalen Fisch erinnert. Wenn Sternekoch Anton Schmaus seine Restaurants nicht wegen der Corona-Krise schließen muss, dann zelebriert im Aska Sushi-Meister Atsushi Sugimoto japanische Kochkunst.

Gestalterische und handwerkliche Kompetenz

Den Wettbewerb "geplant + ausgeführt" prägt nicht nur seine einzigartige Verknüpfung von gestalterischer und handwerklicher Kompetenz, sondern ebenso die große Bandbreite der eingereichten Arbeiten. Diese kommt auch bei den Preisen und Auszeichnungen zum Ausdruck.

Mit dem zweiten Preis setzt die Jury in diesem Jahr sogar ein politisches Statement. Die Dachaufstockung eines Mehrfamilienhauses in München verkörpert nämlich ein Thema, das Stadtplaner bei zunehmendem Wohnungsmangel als be­sonders dring­lich empfinden – die Nachverdichtung. Mitgewirkt an der flächenschonenden Aufgabe haben neben dem Architekturbüro von Martin Pool und Isabella Leber die Zimmerei Frank und die Spenglerei Markus Lembcke aus München sowie die Dachdeckerei Erwin Müller aus Krailing und Küchenkonzepte Humpel aus Feldkirchen-Westerham.

Ein komplett anderes Thema greift die Jury mit dem dritten Preis auf, der an eine österreichisch-deutsche Ge­meinschaftsarbeit geht. Für die Grablege der Rottenburger Bischöfe haben die Bregenzer Architekten Cukrowicz Nachbauer einen Raum von mystischer Atmosphäre geschaffen, dessen Hülle in Stampflehmbauweise und dessen zurückhaltende Beleuchtung die kontemplative Stimmung verstärkt. Mitgewirkt haben die Lehm Ton Erde Baukunst GmbH aus Schlins, die Lenz Steinmetz GmbH aus Alberschwende, die Schlosserei Götz aus Reutlingen sowie der Steinmetz- und Bildhauermeister Harald Straub aus Rottenburg am Neckar.

Insgesamt hat der Wettbewerb "geplant + ausgeführt" seit seiner Premiere 2012 zunehmend an Renommee gewonnen. Dieses Jahr musste die Jury aus rund 100 Bewerbungen "mit durchweg hohem Qualitätsniveau" die 30 besten Arbeiten auswählen. "An den ausgezeichneten Projekten wird sichtbar, dass sie in einem fruchtbaren Dialog der Beteiligten entstanden sind", betont die Juryvorsitzende Lydia Haack.