Bundesbankpräsident Jens Weidmann pocht auf eine weitere Stabilisierung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den Euroländern. Zu Gast im ZDH-Präsidium bei einem politischen Spitzengespräch sprach er mit Handwerkspräsident Kentzler über die Finanzierungsbedingungen im Mittelstand.
Für Mittelstand und Handwerk sind währungs- und geldpolitische Fragen zentrale Themen. Das machte ZDH-Präsident Otto Kentzler beim Treffen mit Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin deutlich. "Die Betriebe sind in besonderer Weise auf eine solide Geldpolitik und stabile Finanzierungsbedingungen angewiesen", stellte Kentzler fest.

So setzt sich der ZDH auch für mildere Regeln auf dem Finanzmarkt ein, damit sich zukünftig die Bedingungen bei der Kreditvergabe und den Zinsen nicht verschlechtern. Im Zusammenhang mit den gesetzlichen Änderungen für Banken durch Basel III befürchtet Kentzler negative Auswirkungen auf die Kreditvergabe.
Wettbewerbsfähigkeit stärken
Auch Weidmann betonte, dass eine stabile Währungspolitik für Bürger und Unternehmen wichtig seien. Bezug nahm er jedoch nicht auf Basel III und die Kreditversorgung, sondern auf das weitere Vorgehen bei der Finanz- und Wirtschaftskrise. Seine Botschaft: Die durch solidarische Hilfestellung gewonnene Zeit für die europäischen Problemländer müsse unbedingt für eine nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den betreffenden Ländern genutzt werden. dhz
