Private Vorsorge ist für viele Menschen ein wichtiges Thema. Für Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Geldanlage. Doch nicht alle sind seriös. Es gibt einige Warnsignale, die auf zweifelhafte Produkte schließen lassen.

Für viele Menschen wird es immer wichtiger, sich nicht allein auf die staatliche Altersversorgung zu verlassen, sondern zusätzlich privat vorzusorgen. Dahingehend haben Anleger zahlreiche Möglichkeiten zur Geldanlage. Doch nicht alle Anbieter erweisen sich als seriös. Vorsicht ist in jedem Fall geboten. Es gibt eine Reihe von Warnsignalen, die darauf hindeuten können, dass ein Anbieter oder ein Produkt zweifelhaft ist.
"Cold Calling" als Warnzeichen
Schon beim ersten Kontakt mit Anbietern lassen sich Warnsignale erkennen. Beispiele hierfür sind Anrufe, die ein lukratives Geschäft versprechen. Solche Anrufe sind verboten. Wertpapierdienstleistungsunternehmen ist es untersagt, ein so genanntes "Cold Calling" zu betreiben.
Neben unerwarteten Anrufen können auch Aktienempfehlungen per E-Mail und Fax auf unseriöse Anbieter hinweisen. Ob Börsenbriefe per Fax oder ein vermeintlicher Geheimtipp per E-Mail – hinter solchen Angeboten verbergen sich meist unseriöse Anbieter, die Anlegern durch eine erfundene Erfolgsgeschichte Aktien wertloser Unternehmen zum eigenen Vorteil vermitteln wollen.
Wann bei der Geldanlage Gefahren lauern
Wenn Anbieter hohe Renditen versprechen, die weit über dem Marktüblichen liegen, kann für Anleger eine echte Gefahr bestehen. Je höher die Rendite ist, desto höher ist auch das Risiko, das eingesetzte Kapital zu verlieren. Vor solchen Versprechen ist Vorsicht geboten. Welche Renditen marktüblich sind, kann man aus Tageszeitungen erfahren oder auf der Internetseite der Bundesbank erfahren.
Kritisch zu hinterfragen sind auch Empfehlungen zu Unternehmen, denen ein außergewöhnliches Entwicklungspotenzial zugeschrieben wird. Insbesondere so genannte "Penny Stocks" sind aufgrund niedriger Preise und Handelsvolumina besonders anfällig für Spekulationen und Manipulation.
Investment auf Probe
Einige Angebote locken damit, zunächst einen kleinen Betrag probeweise zu investieren. Dass keine Investitionen über das Unternehmen recherchierbar sind, wird in den meisten Fällen damit begründet, dass es sich um ein junges Unternehmen mit ausreichenden Geschäftsideen handele oder sogar um einen Geheimtipp. Nach kurzer Zeit berichtet der Anbieter vom Erfolg der Anlage und fordert die Anleger auf, größere Beträge zu investieren.
Auch andere Warnsignale wie beispielsweise hohe Provisionen, Sitz des Anbieters im Ausland oder Werbung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) können auf unseriöse Anbieter hinweisen. Die BaFin stellt zu diesem Zweck eine kostenfreie Broschüre zum PDF-Download zur Verfügung, die weitere Tipps gibt. dhz