Geldanlage im Zinstief Geld gut anlegen trotz niedriger Zinsen

Die niedrigen Zinsen machen Sparern, die ihr Geld gewinnbringend anlegen wollen, die Entscheidung derzeit schwer. Für Anleger, die Aktienfonds scheuen, sind Rentenfonds eine Alternative.

Es ist derzeit schwer, Anlageprodukte zu finden, die die Inflationsrate schlagen. - © Foto: jogyx/Fotolia.com

Für fast die Hälfte (45 Prozent) der Anleger spielt das anhaltende Zinstief eine wichtige oder sehr wichtige Rolle bei der Geldanlage, wie das Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zeigt. Derzeit suchen 12 Prozent der Anleger gezielt nach gewinnversprechenden Anlageformen, fast die Hälfte (46 Prozent) lehnt Aktien aber als "spekulativ" ab.

Dabei boten deutsche Aktien in diesem Jahr recht gute Chancen auf Kursgewinne und Dividenden. "Allerdings sind Investitionen in Einzelwerte auch mit hohen Risiken verbunden", warnt Thomas Pfister, Experte für nachhaltige Geldanlagen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Als Alternative zu einzelnen Aktien böten sich zum Beispiel Aktienfonds oder Exchange Traded Funds (ETF) auf einen Aktienindex an.

Sichere Produkte schwer zu finden

Diese investieren in eine Vielzahl von Aktien und verteilen somit das Risiko. ETFs bilden einen kompletten Index, wie zum Beispiel den Dax ab und kosten nur wenig Gebühren. Kaufen können Sparer sie etwa bei Online- oder Direktbanken. Banken und Sparkassen verkauften ETFs nur zögerlich, weil sie dabei keine Provision verdienen. "Es ist derzeit schwer, sichere Anlageprodukte zu finden, welche die Inflationsrate schlagen und Gewinne möglich machen", sagt Pfister.

Wer nicht auf Aktien oder einzelne Unternehmenswerte setzen will, dem rät er zu eher konservativen Anlageformen: "Rentenfonds bieten zum Beispiel im Vergleich zu Aktienfonds eine stabilere Wertentwicklung, Investmentfonds sind eher langfristig als Geldanlage geeignet", erklärt der Finanzexperte. Langfristig bedeute in diesem Fall: fünf Jahre und länger. Generell rät er: "Es empfiehlt sich immer, das Vermögen über unterschiedliche Produktklassen und Laufzeiten breit zu streuen."

Mehr Informationen zum Vermögensbarometer finden Sie beim Deutschen Sparkassen und Giroverband . dpa/tmn