Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat den Streikenden mehr Streikgeld versprochen. Am dritten Tag des Streiks bei zahlreichen Privatbahnen motivierte Weselsky die GDL-Mitglieder durchzuhalten. Scharfe Angriffe richtete er gegen die Arbeitgeber des französischen Konzerns Veolia bei einer Protestkundgebung vor dessen Berliner Zentrale.
GDL-Chef Weselsky verspricht mehr Streikgeld
Berlin (dapd). Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat den Streikenden mehr Streikgeld versprochen. Am dritten Tag des Streiks bei zahlreichen Privatbahnen motivierte Weselsky die GDL-Mitglieder durchzuhalten. Scharfe Angriffe richtete er gegen die Arbeitgeber des französischen Konzerns Veolia bei einer Protestkundgebung vor dessen Berliner Zentrale.
"Wir werden das Streikgeld aufstocken, sodass ihr noch viel länger durchhalten werdet", sagte der GDL-Vorsitzende. Der Streik werde nicht daran scheitern, dass die Betroffenen Lohneinbußen hätten.
95 Prozent der Marktunternehmen hätten schon einen Tarifvertrag unterschrieben oder seien mit der GDL in Verhandlungen, erklärte Weselsky. Man werde auch Veolia und seine Manager in die Knie zwingen. "Sie stellen sich vor euch hin, lügen, betrügen und bedrohen euch." Man habe es mit einem ausländischen Großkonzern zu tun, der den Lokomotivführern Geld vorenthalte, das er dann nach Frankreich überführe.
Der Gewerkschaftsvorsitzende gab sich zuversichtlich, dass Veolia einlenken werde. "Wir haben einen strategischen Schachzug geplant", sagte er. Dieser müsse jedoch noch geheim bleiben.
Von den laufenden Arbeitskampfmaßnahmen der GDL bei den Privatbahnen sind der GDL zufolge besonders Unternehmen der Veolia Verkehr GmbH betroffen, etwa die Regio Ost GmbH (VVRO), Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH (VVSA) und Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB). Darüber hinaus hatte auch die AKN Eisenbahn AG, die Hamburg und Schleswig-Holstein gehört, erhebliche Einschränkungen zu verzeichnen. Auch bei der Mitteldeutschen Regiobahn im Raum Leipzig fielen Züge aus. Der Arbeitskampf soll bis Freitagnachmittag dauern.
dapd
