Handwerker haben im niedersächsischen Stade einen unbemerkten Gasaustritt entdeckt. Sie verhinderten so einen größeren Schaden.

Die Feuerwehren Stade und Hagen rückten am Wochenende aus. In einer Wohnung trat offenbar schon länger Gas aus einem defekten Herd aus, meldet die Stader Feuerwehr in sozialen Medien.
Handwerker schlagen Alarm
Zufällig anwesende Handwerker rochen das Gas im Hausflur. Sie sperrten daraufhin die Leitung im Keller ab.
Eine erste Messung vor der Wohnung mit einem Warngerät zeigte kein Gas an. Die Feuerwehrleute betraten die Räume unter Atemschutz. Sie führten weitere Messungen durch.
Das Gas konnte durch geöffnete Fenster entweichen, berichten die Retter. Für die Anwohner bestand laut Feuerwehr keine Gefahr. Auch Messungen der Kreisfeuerwehr und des Führungsdienstes Umwelt ergaben keine erhöhte Gaskonzentration mehr.
Gasgeruch erkennen und richtig handeln
Erdgas ist von Natur aus geruchlos. Damit man es bei einem Leck trotzdem wahrnimmt, mischen die Versorger einen Duftstoff bei. Dieser Geruch wird oft als faulig oder schwefelartig, ähnlich wie faule Eier, beschrieben.
So verhalten Sie sich richtig bei Gasgeruch:
- Notruf absetzen: Rufen Sie von außerhalb des Gebäudes die Feuerwehr (112) oder den Störungsdienst Ihres Gasversorgers an.
- Ruhe bewahren: Keine Panik.
- Keine Flammen, keine Funken: Betätigen Sie keine Lichtschalter, keine elektrischen Geräte, keine Klingeln. Nutzen Sie kein Telefon oder Handy im Gefahrenbereich. Rauchen Sie nicht.
- Fenster und Türen öffnen: Sorgen Sie für Durchzug, um die Gaskonzentration zu verdünnen.
- Gashahn schließen: Wenn möglich und gefahrlos erreichbar, schließen Sie den Hauptabsperrhahn im Keller oder am Gaszähler.
- Haus verlassen: Warnen Sie andere Mitbewohner (klopfen, nicht klingeln) und verlassen Sie umgehend das Gebäude.
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