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Was sie genau bedeuten Garantie: Freiwilliges Versprechen der Hersteller

Garantien sind freiwillige Leistungsversprechen und sollten nicht mit der gesetzlichen Gewährleistung verwechselt werden. Was Garantien genau bedeuten und wo der Unterschied liegt.

Manchmal gibt es das Geld zurück, wenn ein Kunde mit der bestellten Ware unzufrieden ist. Ein amerikanischer Kleidungsversand sagt dies sogar für alle Zeiten zu. Auch wenn der Kunde seine Schuhe schon zehn Jahre trägt, bevor er damit "unzufrieden" ist, kann er sie zurücksenden und erhält den Kaufpreis erstattet. Dafür garantiert der Händler. Diese Zusage muss er dann auch einhalten.

Ist eine Garantie gesetzlich vorgeschrieben?

Garantien sind freiwillige Leistungsversprechen der Unternehmen. Vorgeschrieben sind sie nicht. Viele Verbraucher wissen das nicht, weil im üblichen Sprachgebrauch häufig Garantie und Gewährleistung als gleichbedeutend angesehen werden. Dabei handelt es sich um zwei grundsätzlich verschiedene Begriffe.

Unternehmen können Garantien weitgehend frei gestalten. Dabei darf sich das Versprechen auch auf einzelne Teile des Kauf- oder Werkvertrages beziehen. So kann der Fahrradhersteller beispielsweise auf den Rahmen des Zweirads eine lange Rostgarantie geben, auf die Bremsen oder den Lenker jedoch nicht. Gerne operieren die Marketingstrategen auch mit einer "Geld-zurück-Garantie", zum Beispiel, wenn es das gleiche Produkt bei einem anderen Händler billiger gibt.

Ist eine Garantie besser als eine Gewährleistung?

Das lässt sich nicht so einfach sagen. Denn die Garantie setzt das Gewährleistungsrecht bei Sachmängeln nach einem Kauf oder einer Handwerksleistung nicht außer Kraft. Die Garantie ist in der Praxis aber oft unkomplizierter, kostet manchmal jedoch sogar Geld. Kunden, die mit ihrer Waschmaschine eine Garantieverlängerung erwerben, bezahlen für einen längeren Reparaturservice oder den Austausch des Geräts beispielsweise.

Andererseits kann es für den Verbraucher auch umständlicher werden, wenn er auf die Herstellergarantie pocht. Denn wie der Name schon sagt, steht der Produzent für die Zusage ein. Bei der Gewährleistung ist hingegen der oft in der Nähe angesiedelte Verkäufer der Leistung in der Pflicht. wom

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