Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl in Bremen hat SPD-Chef Sigmar Gabriel seine Partei vor einer verfrühten Siegesgewissheit gewarnt. Es sei gefährlich anzunehmen, die Wahl sei schon gelaufen, sagte Gabriel in einer kämpferischen Rede auf dem Bremer Marktplatz mit Blick auf jüngste Meinungsumfragen.
Gabriel warnt vor Siegesgewissheit in Bremen
Bremen (dapd). Drei Tage vor der Bürgerschaftswahl in Bremen hat SPD-Chef Sigmar Gabriel seine Partei vor einer verfrühten Siegesgewissheit gewarnt. Es sei gefährlich anzunehmen, die Wahl sei schon gelaufen, sagte Gabriel in einer kämpferischen Rede auf dem Bremer Marktplatz mit Blick auf jüngste Meinungsumfragen. Die Bürger sollten schon deshalb wählen gehen und sich für eine demokratische Partei entscheiden, damit "Spinner" keine Chance hätten.
Die jüngsten Meinungsumfragen sehen die SPD klar vorn, seit Ende April gefolgt von ihrem bisherigen Koalitionspartner, den Grünen, die vor der CDU liegen. Die Grünen-Spitzenkandidatin in Bremen, Karoline Linnert, habe zwar ein grün-schwarzes Bündnis ausgeschlossen, und das glaube er ihr, sagte Gabriel vor einigen Hundert Zuschauern beim Wahlkampfendspurt der Bremer SPD. "Aber es gibt auch starke Kräfte bei den Grünen, die gern mit der CDU zusammengehen wollen", sagte er. Beide Parteien strebten zum Beispiel mehr Privatschulen in Bremen an. "Da müssen wir ganz wachsam sein", sagte der Parteichef. Linnert hatte sich wiederholt für die Fortsetzung der rot-grünen Koalition in Bremen ausgesprochen.
Die Bremer SPD habe es wegen ihrer Leistungen verdient, bei der Wahl zuzulegen, sagte Gabriel. In der vergangenen Legislaturperiode seien in Bremen 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden, die Arbeitslosigkeit sinke und die Wirtschaft wachse. Die Sozialdemokraten stünden für wirtschaftlichen Erfolg verbunden mit sozialem Zusammenhalt. So setzten sie sich für Kinder, Jugendliche und junge Leute ein, sagte Gabriel. Er verwies unter anderem darauf, dass es in Bremen keine Studiengebühren gibt.
dapd
