Gespräch mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy Gabriel: Merkel will Probleme mit Alstom in Frankreich ansprechen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich offenbar persönlich in den Konflikt beim Schienenfahrzeughersteller Alstom am Standort Salzgitter einschalten. Merkel habe auf Bitten von SPD-Chef Sigmar Gabriel zugesagt, mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy über die Situation bei Alstom zu sprechen, teilte Gabriels Wahlkreisbüro am Donnerstag mit.

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Gabriel: Merkel will Probleme mit Alstom in Frankreich ansprechen

Salzgitter (dapd-nrd). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sich offenbar persönlich in den Konflikt beim Schienenfahrzeughersteller Alstom am Standort Salzgitter einschalten. Merkel habe auf Bitten von SPD-Chef Sigmar Gabriel zugesagt, mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy über die Situation bei Alstom zu sprechen, teilte Gabriels Wahlkreisbüro am Donnerstag mit.

Wegen umfassender Sparpläne der französischen Konzernführung fürchten viele der 2.800 Alstom-Mitarbeiter in Salszgitter um ihre Arbeitsplätze. Die Arbeitnehmer kritisieren besonders eine mangelnde Kommunikation der Geschäftsführung in Paris.

Erst am Mittwoch hatten mehr als 5.000 Menschen in Salzgitter gegen die Sparpläne des Schienenfahrzeugherstellers protestiert, darunter Gabriel und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU). Alstom will in dem Werk in Salzgitter 700 Stellen abbauen und zusätzlich 400 befristete Verträge nicht verlängern. Die Arbeitnehmer befürchten auch die Verlagerung des Stahlrohbaus nach Polen.

Zwischen den Arbeitnehmern und der Arbeitgeberseite laufen seit Monaten Verhandlungen über alternative Sparvorschläge. Die Arbeitnehmer monieren aber, die Geschäftsführung sperre sich gegen einen konstruktiven Dialog. Die Bundeskanzlerin wollte am Donnerstag auf dem G-8-Gipfel im französischen Deauville mit Sarkozy zusammentreffen.

dapd