Steinbrück gerade "superpopulär" Gabriel mahnt in K-Frage zur Besonnenheit

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel mahnt in der K-Frage seiner Partei zur Besonnenheit. Die Debatte um eine mögliche Kanzlerkandidatur von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück sei in erster Linie ein Medienereignis.

Gabriel mahnt in K-Frage zur Besonnenheit

Berlin (dapd). Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel mahnt in der K-Frage seiner Partei zur Besonnenheit. Die Debatte um eine mögliche Kanzlerkandidatur von Ex-Finanzminister Peer Steinbrück sei in erster Linie ein Medienereignis. Hier werde ein "Ersatz" für den nach der Plagiatsaffäre zurückgetretenen Verteidigungsminister und einstigen Medien-Star Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gesucht, sagte Gabriel am Freitagabend in Berlin.

Steinbrück sei gerade "superpopulär". Ein "Hype" helfe seiner Partei aber nicht weiter, sagte Gabriel. Auch könne ein Kandidat, der außerhalb der SPD marschiere, "keine Wahlen gewinnen". Bei der Bundestagswahl 2013 werde nur erfolgreich sein, wer die "Mühen der Ebene" auf sich nehme. "Die Partei muss aus jedem Knopfloch den Willen zum Regieren ausstrahlen", betonte der Parteichef.

Zugleich lobte Gabriel, dass die SPD den Wirbel um die K-Frage gelassen ertrage. Es gebe darüber derzeit "keine hektische Debatten" in der Partei. Es sei "ein schönes Zeichen", dass "die Lage jetzt ziemlich ruhig ist", sagte der Parteichef. Gabriel äußerte sich bei der Vorabpräsentation des Films "Sozialdemokraten - 18 Monate unter Genossen", der am 26. Juli in der ARD zu sehen ist.

dapd