Für (Fett-)Steuersenkungen!
Als erstes Land der Welt, so haben wir der Presse entnommen, führt Dänemark die „Fettsteuer“ ein. Pro Kilogramm werden 2,15 Euro fällig. Das wären also bei 10 Kilogramm Übergewicht, die jemand an Hüftgold mit sich schleppt, 21,50 Euro pro Monat. Da werden also jetzt die Dicken vom Staat geschröpft, das schreit nach Diskriminierung.
Aber wir haben da wohl was falsch verstanden. Nicht die Pfunde im Schwimmreifenbereich des würdigen Trägers sind gemeint, sondern jedes Kilo gesättigte Fettsäuren in den Nahrungsmitteln werden von nun an mit einer Steuer belegt. Liebe Dänen! Was soll das? Jetzt muss jeder dünne Däne, der mal einen Kuchen essen möchte, deutlich mehr zahlen als früher. Und dicke Dänen kaufen den Kuchen sowieso weiterhin. Und die sozial Schwachen, die sich ihren Kuchen jetzt schon kaum leisten können? Ist verhungern gesund?
Übergewicht ist ungesund, keine Frage, Abnehmen ist eine gute Sache. Doch fette Steuern auf Fettsäuren ist das Ende der Freiheit. Ein gutes Thema übrigens für die Steuerpartei der Leichtgewichte, die FDP. Fraktionschef Brüderle, ohnehin pfälzischer Genießertyp, verlangt sogleich Fettsteuersenkungen, obwohl es die Fettsteuer bei uns gar nicht gibt. Verlangt wird zudem wie immer „mehr Netto vom Brutto“, „Aufschwung für alle“ und „Wachstum für immer“! Dann können die Dünndänen sehen, wo sie bleiben.bur