Messeveranstalter gegen schärfere Visa-Vorschriften Führende Position gefährdet

Die deutschen Messeveranstalter haben vor wirtschaftlichen Nachteilen durch geplante schärfere Regeln für Einreisevisa gewarnt. Zu hohe bürokratische Hürden machten Visaregeln zu einer Wachstumsbremse für das deutsche Messewesen, erklärte die Gemeinschaft Deutscher Großmessen (GDG) am Donnerstag in Hannover.

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Führende Position gefährdet

Hannover (dapd). Die deutschen Messeveranstalter haben vor wirtschaftlichen Nachteilen durch geplante schärfere Regeln für Einreisevisa gewarnt. Zu hohe bürokratische Hürden machten Visaregeln zu einer Wachstumsbremse für das deutsche Messewesen, erklärte die Gemeinschaft Deutscher Großmessen (GDG) am Donnerstag in Hannover. "Die führende Position Deutschlands als Marktplatz Nummer eins des Welthandels darf nicht durch bürokratische Hürden gefährdet werden", sagte der Chef der Deutschen Messe AG und GDG-Vorsitzende, Wolfram von Fritsch.

Schon die geltenden Visaregeln lösen Fritsch zufolge regelmäßig Beschwerden von ausländischen Unternehmern, Verbänden und Politikern bei Messeveranstaltern aus. Vorschriften für die Einreise nach Deutschland müssten zwar den Sicherheitsanforderungen entsprechen. "Sie dürften aber nicht so kompliziert sein, dass Messegäste ihren Besuch in Deutschland monatelang vorplanen müssen", sagte der Messechef. Ansonsten würden der Wirtschaft Wachstumspotenziale genommen.

Bei der geplanten Reform der Einreisevorschriften dürfe es nur "Änderungen mit Augenmaß" geben, sagte Fritsch. In der GDG sind die Veranstalter der Messen in Hannover, Köln, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, München und Nürnberg zusammengeschlossen. Die GDG reagierte auf ein Gesetzesvorhaben des Bundesinnenministeriums, das vor der Erteilung eines Visums den Abgleich mit einer Visa-Warndatei und einer Anti-Terror-Datei zur Pflicht machen will.

dapd