Haare 2016: Auf der Branchenmesse in Nürnberg zeigen Friseure die neuesten Trends. Einer davon sind Barbershops. Immer wichtiger werden Männer als Zielgruppe und die Pflege ihrer Bärte.
Bei den Meisterschaften der Friseure und der Barbiere zeigen diese, was man sich in diesem Jahr auf den Köpfen tun sollte, wenn man mit der eigenen Frisur im Trend sein will. Und das ist 2016 gar nicht so kompliziert, denn Natürlichkeit ist gefragt: lange Haare, Locken oder ein klassischer Bob. Aber natürlich dürfen auch ausgefallene Farben und gewagte Schnitte nicht fehlen, wenn man mit dem eigenen Können vor der Jury auffallen will.
Einer der aktuellen Trends geht allerdings ganz weg von dem, was man klassischerweise von den Frisurentrends erwartet. Denn es geht dabei nicht um die Haare der Frauen, sondern um die der Männer und dabei nicht um das Haupthaar. Im Fokus steht der Bart und alles rund um seinen Style und seine Pflege.
So wurde in Nürnberg auf der Messe "Haare 2016" auch der beste Barbier gekürt. Er heißt Sezer Soylu, kommt aus Augsburg und ist 39 Jahre alt. Bei den "German Barber Awards" im Nürnberger Messezentrum überzeugte er die international besetzte Jury.
Der Award unterstreicht den Trend, den es derzeit in der Szene gibt. Denn in Deutschland eröffnen immer mehr Barbershops, spezielle Läden für Männer, in denen es mehr um die Bartpflege und auch die passenden Frisuren dazu geht. Statt Kaffee wird hier nicht selten Bier gereicht. Die Zahl der Barbershops liegt Schätzungen zufolge derzeit bei 400 bis 500. Vor einem Jahr waren es erst rund 250. Grund für den Trend: Männer werden anspruchsvoller, was das eigene Aussehen betrifft.
Trotzdem ist der Beruf des Barbiers keine Männerdomäne. Zwar gibt es dafür keine eigene Ausbildung, sondern meist sind es Friseure, die sich zum Barbier weiterbilden lassen. Doch genau diese Weiterbildung nutzen auch viele Friseurinnen für sich.
Ihr Können vor großem Publikum und einer Jury zu präsentieren, trauten sich in Nürnberg aber die wenigsten. So waren unter den über 100 Bewerbern beim diesjährigen Award gerade mal zwei Barbierinnen dabei. dhz/dpa
