Wann Pakete spätestens verschickt werden müssen Fristen vor Weihnachten: So kommen Geschenke per Post rechtzeitig an

Wann muss ich meine Geschenke spätestens verschicken, damit sie vor Weihnachten ankommen? Diese Frage stellen sich derzeit wieder viele Verbraucher und Betriebe. Das sind die Fristen für 2021 bei DHL, DPD, GLS und Hermes.

Weihnachtskarten können noch bis zum 22. Dezember verschickt werden. - © DOC RABE Media - stock.adobe.com

Nur noch wenige Wochen, dann ist Heiligabend. Wer in diesem Jahr Weihnachtskarten oder kleine Geschenke verschicken möchte, sollte auf die Öffnungszeiten und Fristen der Paketzusteller achten – und die Päckchen am besten nicht auf den letzten Drücker abgeben.

Allein im Weihnachtsgeschäft des vorherigen Jahres beförderten die Paketdienste in Deutschland ein Rekordvolumen von rund 775 Millionen Sendungen. Insgesamt kam der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) sogar auf mehr als vier Milliarden ausgelieferte Pakete und Päckchen für das Jahr 2020. Angesichts des aktuellen Pandemiegeschehens ist zu erwarten, dass erneut viele Konsumenten ihre Weihnachtsgeschenke per Post bestellen oder versenden werden.

Wer also möchte, dass sein Weihnachtspräsent pünktlich zum Fest ankommt, sollte es vor diesem Hintergrund lieber etwas früher abschicken. Die Regellaufzeit von Standardsendungen von ein bis zwei Werktagen könne vor Weihnachten aufgrund von Verkehrsaufkommen und Wetterlage nicht immer eingehalten werden, erklärt der BIEK.

Weihnachten 2021: Das sind die Fristen der Paketdienste

Als Einlieferungsschlusszeit hat DHL für Päckchen und Pakete im Inland Montag, den 20. Dezember festgelegt. Sendungen in die Nachbarländer außer Frankreich sollten bis zum 15. Dezember abgegeben werden. Für Frankreich und Italien gilt der 14. Dezember und für Sendungen in sonstige europäische Länder der 10. Dezember als Stichtag. Für alle Termine rät DHL zu einer Abgabe vor zwölf Uhr mittags.

Hermes garantiert eine Zustellung bis Heiligabend, wenn die Pakete bis zum 20. Dezember abgegeben werden. Der Stichtag für internationale Sendungen ist abhängig vom Zielland.

DPD rät Weihnachtspakete bis zum 21. Dezember zu verschicken, damit sie noch rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum liegen. Ins Europäische Ausland versendete Pakete sollten bis zum 17. Dezember abgegeben werden. Auch DPD empfiehlt eine Abgabe bis zwölf Uhr mittags.

GLS bittet seine Kunden ebenfalls Pakete im Shop bis spätestens 21. Dezember abzugeben. Pakete in EU-Nachbarländer sollten bis 20. Dezember aufgegeben werden, Pakete in die weiteren EU-Länder bis 17. Dezember – jeweils bis spätestens zwölf Uhr.

Express-Versand teils noch am 23. Dezember möglich

Beim Express-Versand unterscheiden sich die Angebote mitunter erheblich. So gibt die DHL den 21. Dezember als empfohlenen letzten Termin an. Mit DPD Express können Pakete hingegen noch am 23. Dezember versendet werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt der BIEK, die Pakete generell bis Mitte Dezember zu versenden. Auch die Verbraucherzentrale rät dazu, sieben bis zehn Tage für den Versand einzukalkulieren.

Damit die Weihnachtszeit stressfrei beginnt, sollten Verbraucher Stoßzeiten in den Filialen meiden. Einige Unternehmen bieten zudem die Möglichkeit, Briefe und Pakete online zu frankieren.

Weihnachtskarten per Post bis zum 22. Dezember 2021 verschicken

Wer rechtzeitig vor Weihnachten Briefe oder Postkarten verschicken möchte, dem bleibt bei einem Versand innerhalb Deutschlands bis zum 22. Dezember vor Briefkastenleerung Zeit. Innerhalb von Europa gibt die Deutsche Post den 14. Dezember als Frist an, für einen Versand außerhalb Europas gilt der 7. Dezember als Stichtag.

Wegfall der Zollfreigrenze

Außerdem erinnert das Zollamt Magdeburg an die neue Umsatzsteuerpflicht für alle Sendungen aus Nicht-EU-Ländern. Seit 1. Juli gilt diese pauschal und nicht mehr erst ab einem Warenwert von über 22 Euro.

Das hat zur Folge, dass Kunden von chinesischen, amerikanischen oder britischen Anbietern Einfuhrabgaben zahlen müssen. Des Weiteren muss eine Zollanmeldung abgegeben, die jedoch in der Regel der Versanddienstleister übernimmt. Dieser streckt auch die fälligen Zollabgaben vor. In der Regel müssen Kunden dem Versanddienstleister diese dann bei der Übergabe der Sendung erstatten. In einigen Fällen berechnet dieser zusätzlich noch eine Servicepauschale. rk/dpa

6 Tipps, damit beim Versand der Weihnachtsgeschenke nichts schief geht

1. Pakete ohne Schleifen und Schnüre verpacken

Damit die Post rechtzeitig ans Ziel kommt, muss die Verpackung stimmen. Bunte Schleifen, Schnüre und Geschenkpapier sollten besser weggelassen werden. So ein Geschenk macht zwar Eindruck, jedoch verheddern sich die Schnüre schnell in den Sortiermaschinen. Auch alte Pakete mit Barcodes sollten nicht verwendet werden, da diese die Sortiermaschine ebenfalls verwirren.

2. Empfänger eindeutig benennen

Empfänger sollten nicht mit Spitznamen benannt werden. Sonst gibt es eventuell Schwierigkeiten. Das Päckchen kann nicht zugestellt werden und muss später im Paketshop abgeholt werden. Dies passiert zum Beispiel schnell, wenn "Tina" auf dem Paket steht, im Personalausweis aber "Bettina" vermerkt ist.

Wer Weihnachtspost an Kinder verschickt, gibt als Empfänger am besten ein Elternteil an. Ansonsten kann es ein Problem sein, wenn das Kind keinen Ausweis hat, den der Paketdienst akzeptiert.

3. Empfänger muss das Paket zu Hause annehmen

Wenn der Postbote klingelt und der Empfänger nicht zu Hause ist, kommt das Päckchen auch nicht an. Egal, ob das Päckchen rechtzeitig abgeschickt wurde. Viele Dienstleister bieten deshalb eine Sendungsverfolgung an. Mit der Sendungsnummer lässt sich sehen, wo sich das Paket gerade befindet. Bei manchen Dienstleistern lässt sich so auch herausfinden, wann das Paket voraussichtlich ankommt. Hermes verspricht seinen Kunden dabei ein Zeitfenster von zwei bis vier Stunden. DPD wirbt sogar damit, die Ankunft bis zu 30 Minuten genau vorherzusagen.

Ein Sprecher des BIEK gibt noch einen weiteren Tipp: "Indem die Empfänger ihre Sendungen an Paketshops, Paketstationen und anwesende Nachbarn umleiten oder eine Ablagegenehmigung für ihren Wunschort erteilen, kann die Erstzustellquote und damit die logistische Effizienz weiter gesteigert werden."

4. Zeitungspapier und Luftpolsterfolie verwenden

Vasen, Glasrahmen oder Weingläser – wer sicher gehen möchte, dass das Geschenk auch heil beim Kunden ankommt, verschickt die Präsente lieber in passenden Kartons mit ausreichend Luftpolsterfolie und Zeitungspapier.

5. Teure Geschenke versichern

Nicht alles, was zu Bruch geht oder unterwegs verschwindet, ist versichert. Bei DHL zum Beispiel sind nur Pakete bis zu einem Wert von 500 Euro versichert. Sobald der Inhalt mehr wert ist als 500 Euro, entfällt die Haftung komplett. Päckchen und Standardbriefe sind nicht versichert.

Die Alternative ist der WERT National Service. Damit können Bargeld und Wertsachen innerhalb Deutschlands als versicherter Brief versendet werden. Bei Sachwerten haftet die Deutsche Post bis 500 Euro, bei Bargeld bis 100 Euro. Ein Kombination von Sachwert und Bargeld ist nicht möglich.

Sollen Paketsendungen mit einem noch höheren Wert verschickt werden, ist eine separate Transportversicherung ratsam. DHL bietet gegen Aufpreis einen Versicherungsschutz bis 2.500 Euro oder 25.000 Euro an.

6. Achtung bei Sendungen ins Ausland

Bei Weihnachtspäckchen, die ins Ausland geschickt werden, ist nicht nur die stabile Verpackung, sondern auch der Inhalt relevant. Selbstgebackene Plätzchen dürfen nicht in jedes Land verschickt werden. Wer Lebensmittel ins Ausland verschicken möchte, sollte sich vorher über die im Empfängerland geltenden Einfuhrbestimmungen erkundigen. fre