Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks will noch stärker für einen verminderten Mehrwertsteuersatz für arbeitsintensive Dienstleistungen werben.
Friseure wollen sich noch stärker um verringerte Mehrwertsteuer bemühen
Popp forderte die Verbände, Innungen und Betriebe auf, für einen Richtungswechsel in der Mehrwertsteuerpolitik zu kämpfen. Politik und Öffentlichkeit müssten von einer Absenkung des Steuersatzes auf sieben Prozent überzeugt werden. Der Zentralverband werde die Verbandsorganisationen durch Aktionshilfen und PR-Medien unterstützen. Ein entsprechendes Aktionspaket wurde auf der Versammlung vorgestellt.
Der ZV schöpft vor allem Hoffnung aus der Tatsache, dass die EU-Finanzminister sich für eine europäische Optionslösung entschieden haben. Demnach dürfen EU-Mitgliedsländer auf bestimmte Sektoren einen verringerten Mehrwersteuersatz erheben. Um hier erfolgreich zu sein, müsse man mit verschiedenen Partnern zusammen arbeiten, etwa der Coiffure EU oder dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Weiteres Thema war unter anderen die Modernisierung der Meisterprüfung. Rovert Fuhs vom ZV-Berufsbildungsausschuss (BBA) berichtete, dass in einer Neufassung der Erwerb von Managementkompetenzen gestärkt und die Prüfung wesentlich handlungsorientierter werden soll. Außerdem entwickle der BBA eine neue Fortbildung zum Thema Haarersatz.
Die Deutschen Meisterschaften sollen sich ab kommenden Jahr stärker am Zeitgeist orientieren. ZV-Artdirector Franz-Josef Küveler erläuterte, dass nur noch modeorientierte Meisterschaften im Damenfach, im Herrenfach und in der Kosmetik auf Senioren- und Juniorenebene ausgerichtet werden sollen. Die Teilnehmer dürfen dann stärker kreativ sein. Eine Vorher-Nachher-Präsentation soll den Showcharakter und damit die Attraktivität fürs Publikum stärken. fm