Die Vielfalt der Unternehmenskultur ist charakteristisch für das Friseurhandwerk. Das ist nur ein Grund dafür, dass die Branche einen der beliebtesten Ausbildungsberufe und Ideen zur Selbstverwirklichung bietet.
Friseure Spitzenreiter bei Ausbildung
Seit vielen Jahren gehört das Friseurhandwerk zu den beliebtesten Ausbildungsberufen und die Friseurunternehmen zu den engagiertesten Ausbildern in Deutschland. In 2007 wurden insgesamt 17.809 neue Verträge abgeschlossen – ein Plus von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das obwohl die Entwicklung am Friseurmarkt weiterhin von der Konsumzurückhaltung geprägt war.
Deutschlandweit erlernten 40.452 junge Menschen den Friseurberuf. Die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich damit insgesamt um 1,8 Prozent. In Sachen Ausbildung bleibt das Friseurhandwerk laut dem Zentralverband ein Spitzenreiter: Unter den zehn lehrlingsstärksten Handwerksberufen steht die Branche seit vielen Jahren unangefochten auf Platz zwei.
Zukunft hängt von Aus- und Weiterbildung ab
"Qualifizierte Fachkräfte sind eine unentbehrliche Ressource für den unternehmerischen Erfolg im Friseurhandwerk. Denn: Anders als in den meisten Dienstleistungsberufen werden hier keine standardisierten Produkte angeboten, sondern kundengerecht individualisierte Dienstleistungen", erklärte Andreas Popp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) auf der ZV-Mitgliederversammlung in Rostock. "Die Zukunft der gesamten Branche und jedes einzelnen Betriebs hängt deshalb auch von einen erstklassigen Aus- und Weiterbildungssystems ab. Die Qualität der Berufsbildung muss in allen Bereichen stimmen. Sie ist der Grundpfeiler für den Fortschritt. Für Berufseinsteiger bietet die Friseurbranche deshalb eine anspruchsvolle Ausbildung und interessante Entwicklungsperspektiven."
Gründungsdynamik weiter ungeborchen
Originelle und unverwechselbare Salonkonzepte sind zahlreich in der Branche. Beauty-Tempel, Event-Salon oder Cut & Go-Shop stehen beispielhaft für den Ideenreichtum der Friseurunternehmer. Dabei wächst die Zahl der Betriebe – nicht explosionsartig, aber stetig und auf einem hohen Niveau. Im Jahr 2007 war das Wachstum sogar vergleichsweise kräftig.
Laut BGW-Statistik gab es 60.368 selbstständige Friseurunternehmen und 10.150 Filialen. Das sind Zuwächse von 3,3 und 1,5 Prozent. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Betriebsstätten um drei Prozent auf 70.518 Friseursalons. Das Friseurhandwerk ist unter den Gewerken der Anlage A der Handwerksordnung dasjenige mit den meisten Betriebsstätten und der stärksten Zunahme an neuen Betrieben.
Zugleich bleibt die Fluktuation am Friseurmarkt unverändert hoch: In 2007 zählten die Handwerkskammern bundesweit 4.747 Abgänge und 6.440 Zugänge von Friseursalons.
dhz