Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plant für den 24. Juni eine Konferenz im Kampf gegen den islamistischen Extremismus. "Wir wollen die großen muslimischen Organisationen als Partner für lokale Netzwerke gewinnen, um der Selbstradikalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken", sagte der Minister "Zeit Online".
Friedrich beruft für 24. Juni Sicherheitsgipfel ein
Hamburg (dapd). Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plant für den 24. Juni eine Konferenz im Kampf gegen den islamistischen Extremismus. "Wir wollen die großen muslimischen Organisationen als Partner für lokale Netzwerke gewinnen, um der Selbstradikalisierung von Jugendlichen entgegenzuwirken", sagte der Minister "Zeit Online". Es gehe nicht um ein "Meldesystem für verdächtige Äußerungen", sondern um ein "soziales Miteinander" und um "Hinschauen statt Wegsehen".
Friedrich hatte bei der Deutschen Islam Konferenz Ende März für mehr Zusammenarbeit der Muslime mit den Sicherheitsbehörden geworben und einen gesonderten Gipfel zu dem Thema angekündigt. Beide Seiten sollten gemeinsam über Schritte gegen Radikalisierung, Gewalt und Extremismus beraten.
Bei der Islamkonferenz sorgte der Vorstoß für Ärger. Muslimische Teilnehmer beklagten, es entstehe der Eindruck, als werde die Konferenz als neues Instrument der Sicherheitspolitik benutzt.
Friedrich sagte, in der ersten Phase der Islamkonferenz sei "eher über theologische und religionsbezogene Fragen" gesprochen worden. "Das ist nicht mein Ansatz", betonte er. "Ich möchte, dass Migranten eine emotionale Beziehung zu diesem Land bekommen, dass sie Deutschland als ihre Heimat verstehen."
dapd
