Im Streit über die Vorratsdatenspeicherung beharrt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich auf einer sechsmonatigen Speicherung der Telekommunikationsdaten. Diese sei notwendig, um möglichst schnell die Hintermänner oder Kontaktpersonen von Verdächtigen ausmachen zu können, sagte Friedrich der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe).
Friedrich beharrt auf Vorratsdatenspeicherung
(dapd). Im Streit über die Vorratsdatenspeicherung beharrt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich auf einer sechsmonatigen Speicherung der Telekommunikationsdaten. Diese sei notwendig, um möglichst schnell die Hintermänner oder Kontaktpersonen von Verdächtigen ausmachen zu können, sagte Friedrich der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe). Der CSU-Politiker mahnte zur Eile, da sonst ein Vertragsverletzungsverfahren der EU drohe.
Das von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) favorisierte sogenannte Quick-Freeze-Modell lehnte Friedrich ab. Das Verfahren basiert auf der Idee, dass Daten nur im Einzelfall vor dem Löschen bewahrt werden sollen. "Quick Freeze funktioniert nur, wenn Daten vorhanden sind. Dafür müssen wir den Unternehmen eine Mindestspeicherfrist vorgeben", sagte Friedrich.
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