Freie Fahrt im Dienstwagen

Privater Einsatz meist ohne Einschränkungen

Freie Fahrt im Dienstwagen

Bei den Pkw-Neuzulassungen laufen die Firmenwagen weiterhin den privaten Autos den Rang ab. Im Mai lag nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes der Anteil bei 58,7 Prozent. Mittlerweile verfügen in Deutschland 98 Prozent der Geschäftsführer über einen Dienstwagen, der in den meisten Fällen auch privat genutzt werden darf. Das ergab eine Studie der Managementberatung Kienbaum.

Das Anschaffungsbudget eines Firmenwagens richte sich im Wesentlichen nach der hierarchischen Stellung des Mitarbeiters im Unternehmen. Der durchschnittliche Preis der Pkw für Geschäftsführer lag laut Kienbaum bei 60.000 Euro (Bruttolistenpreis inkl. MwSt.), bei Führungskräften der ersten Unterstellungsebene bei 44.000 Euro und bei Führungskräften der zweiten Unterstellungsebene bei 36.000 Euro. Beliebteste Modelle waren Audi, BMW, Mercedes und VW.

Der private Einsatz des Dienstwagens werde bei den meisten Unternehmen großzügig gehandhabt. 90 Prozent der Führungskräfte werde gestattet, ihren Dienstwagen unbegrenzt zu nutzen, für zehn Prozent gebe es Einschränkungen wie Kilometerbegrenzung oder die Nutzung ausschließlich im Inland. Neben der Versteuerung des geldwerten Vorteils müssten Führungskräfte meist keine weiteren Kosten für die Privatnutzung tragen. dhz