Karrierewege bei Frauen Frauen fragen selten nach Beförderung

Aus einer Umfrage der Managementberatung Accentur geht hervor: Frauen treiben ihre Karriere weniger aktiv voran als Männer und fragen auch seltener nach einer Beförderung. Daraus resultiert auch der immer noch geringe Anteil an Frauen in Führungspositionen.

Weibliche Arbeitnehmerinnen streben seltener Beförderungen an als ihre männlichen Kollegen. - © Foto: OJO Images/getty images

Die Umfrage legt weiterhin offen: Bislang hat sich erst eine von vier Arbeitnehmerinnen in Deutschland bei ihrem Arbeitgeber um eine Beförderung bemüht. Im Gegensatz dazu sind es bei den Männern drei von vier Beschäftigten. Auch nach einer Gehaltserhöhung fragen deutlich weniger Mitarbeiterinnen (48 Prozent) als Mitarbeiter (72 Prozent).

Dabei geht es weniger um finanzielle Interessen. Als wichtigstes Karriereziel nennen Frauen berufliche Anerkennung, gefolgt von einem ausgeglichenen Verhältnis von Arbeit und Freizeit, auch Work-Life-Ballance genannt. Geld stehe laut der Umfrage für Frauen an dritter Stelle. Anerkennung ist zwar auch den Männern am wichtigsten, die Work-Life-Balance rangiere nach Gehalt und beruflicher Unabhängigkeit jedoch erst an vierter Stelle der Prioritätenliste.

An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 4.100 berufstätige Frauen und Männer aus mittelgroßen bis großen Unternehmen in 13 Ländern, darunter jeweils 100 aus Deutschland. dhz/dapd