DHZ-Telefonaktion Fragen und Antworten zur Zukunft des Betriebs

Wer sich selbstständig machen oder einen Betrieb übernehmen will, muss meistens in mehr investieren als nur in die eigene gute Geschäftsidee. Ob Gründerkredit, Fördermittel oder die Absicherung gegen betriebliche Risiken – eine Unternehmensnachfolge oder Existenzgründung bringt einige Herausforderungen mit sich. In einer neuen DHZ-Telefonaktion beantworten Experten Ihre Fragen.

Handschlag und eine erfolgreiche Zukunft ist besiegelt: Wenn sich Unternehmer und Nachfolger einig sind, haben sie meist schon viele wichtige Fragen rund um die Unternehmensübergabe geklärt. - © Foto: Bernd_Leitner/Fotolia

Wer sich selbstständig macht, muss von seiner Geschäftsidee schon richtig überzeugt sein. Was aber, wenn man zwar gründungswillig ist, der zündende Funke aber noch nicht übergesprungen ist? Hier hat der Existenzgründer in spe die Chance, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen oder als Franchise-Nehmer eines Unternehmens zu starten.

Doch ohne gründliche Vorbereitung geht so oder so nichts. Vor allem wird Startkapital benötigt. Dafür braucht der angehende Selbstständige zunächst einmal einen Business-Plan, der den Ansprüchen der Bank genügt. Die Handwerkskammern bieten dafür ihre Unterstützung an, geben Kurse und Tipps fürs Marketing und beraten auch zur Rechtsform.

Zuschüsse vom Staat

Fragen gibt es gerade zu Beginn zur Genüge: Was tun, wenn die Hausbank zum Förderkredit nein sagt? Was bedeutet Haftungsfreistellung beim KfW-Darlehen? Mit welchen staatlichen Zuschüsse kann man als Gründer aus der Arbeitslosigkeit rechnen? Was passiert, wenn das Unternehmen ins Schlingern gerät? Wer hilft bei Liquiditätsengpässen? Und: Was will der Fiskus abhaben? Ab wann muss man als Kleinunternehmer Steuern zahlen?

Nicht zuletzt ist es wichtig für Starter, sich selbst gegen betriebliche und soziale Risiken abzusichern. Denn Mut ist nur eine Seite der Medaille des Existenzgründers , Sicherheit die andere.  Welche Versicherungen benötigt man als Jungunternehmer unbedingt worauf kann man verzichten? Warum und von welchem Zeitpunkt an sollte man unbedingt etwas für die Altersvorsorge tun?

Nachfolger gesucht

Und auf der anderen Seite? Auch für ältere Firmeninhaber ist irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem es wichtig wird, dass ein potenzieller Übernehmer des Betriebs da sind. Denn nicht automatisch sind es die Kinder, die den Betrieb weiterführen. Oftmals muss sich der Betriebsinhaber außerhalb der Familie nach einem geeigneten Nachfolger umsehen.

Doch vielen langjährigen Unternehmern fällt es schwer, ihr Lebenswerk an Fremde abzutreten. Man „vertagt“ also die Entscheidung, manchmal um Jahre. Etliche Betriebsschließungen gehen auf das Konto solch zögerlichen Verhaltens. Und das gefährdet Arbeitsplätze und Existenzen. Daher ist es wichtig, früh anzufangen und das Vorgehen genau zu planen.

Für den Existenzgründer hat die Übernahme wiederum große Vorteile: Das Unternehmen ist auf dem Markt bereits etabliert. Beziehungen zu Kunden und Lieferanten sind aufgebaut, die Dienstleistung oder das Produkt ist eingeführt, die Mitarbeiter bilden ein eingespieltes Team und man kann auf den Erfahrungen des Vorgängers aufbauen.

Wenig erfolgversprechend ist andererseits die Vorstellung eines Übernehmers, sich auf den Lorbeeren des Vorgängers ausruhen zu können. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich das Unternehmen unter dem Nachfolger weiterentwickeln. Sonst wird er zum Totengräber des Betriebs.

Am Anfang steht Beratung

Dafür kann sich jeder angehende Unternehmer fit machen. Empfehlenswert sind Seminare und Schulungen für Existenzgründerinnen und Existenzgründer der Handwerkskammern sowie von Unternehmens- und Personalberatern. Ergänzend dazu bietet sich die Teilnahme beziehungsweise der Besuch von Gründermessen/-Veranstaltungen an. Dort gibt es in der Regel auch ein interessantes Seminarprogramm.

Die Deutsche Handwerks Zeitung veranstaltet die nächste DHZ-Telefonaktion zu diesem Thema. Potenzielle Gründer und Betriebsinhaber, die einen Nachfolger suchen, sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen: Am 4. Dezember 2012 von 18 bis 20 Uhr werden drei Experten erklären, wie am besten vorzugehen ist:

  • Holger Schwabe von der KfW Bankengruppe (Startgeld, Gründer-Coaching, Unternehmerkredit) unter Tel. 08247/354-330.
  • Frank Schreckhaas vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (Betriebsversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherung, Altersvorsorge) unter Tel. 08247/354-331.
  • Alexandra Ledermann von der Handwerkskammer für München und Oberbayern (Betriebsberaterin) unter Tel. 08247/354-332.

Außerdem können Sie uns per E-Mail schreiben, sollten Sie keine Zeit zum Telefonieren haben: kontakt@deutsche-handwerks-zeitung.de .