Steuerberechnung FPD: Zuschussrente kostet 35 Milliarden zusätzlich

Eines ist sicher: für viele Arbeitnehmer, die jahrelang Beiträge in die Gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, wird die Rente niedrig ausfallen. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen setzt deshalb auf die Zuschussrente. Doch die soll nach Berechnungen der FPD-Bundestagsfraktion für Steuer- und Beitragszahler teuer werden.

Zuschussrente oder "Solidarrente"? Politiker legen unterschiedliche Konzepte im Kampf gegen drohende Altersarmut vor. - © vege/Fotolia

In zweistelliger Milliardenhöhe steigen nach Berechnungen der FDP die Kosten durch die derzeit heftig diskutierte Mindestrente. Mit dem von Arbeitsministerin Ursula von Leyen (CDU) vorgeschlagenen Konzept sollen die Renten von Geringverdienern mit Beiträgen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung aufgestockt werden, sofern sie 35 Jahre lang Beiträge gezahlt haben und privat für das Alter vorgesorgt haben.

Lasten für Steuer- und Beitragszahler

Wie die Onlineausgabe der "Bild" berichtet, gehen die Haushaltspolitiker der FDP-Bundestagsfraktion davon aus, dass die zusätzlichen Lasten für Steuer- und Beitragszahler auf Sicht von 20 Jahren 35 Milliarden Euro betragen würden. Allein für das Jahr 2032 sei mit Kosten von 3,95 Milliarden Euro zu rechnen. "Solche ungedeckten Schecks, die die arbeitende Bevölkerung dann irgendwann begleichen soll, darf keine Bundesregierung ausstellen", sagte der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Otto Fricke.

SPD setzt auf Solidarrente

Die SPD setzt dagegen auf das von Parteichef Sigmar Gabriel vorgestellte Konzept der „Solidarrente“. Demnach sollen die Betriebsrenten massiv ausgebaut werden und so neben der Gesetzlichen Rentenversicherung zum zweiten Standbein bei der Altersvorsorge werden. Darüber hinaus strebt die SPD Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente und den Kindererziehungszeiten an. Das SPD-Konzept sieht außerdem für alle eine Mindestrente von 850 Euro monatlich vor, die 40 Jahre Vollzeit gearbeitet und 30 Jahre lang Beiträge gezahlt haben.

Mehr zum Thema Zuschussrente lesen Sie in der kommenden Ausgabe der DHZ.

dapd/aml