Viele Fotografen leiden unter Preisdumping. Manche Probleme sind auch selbst verursacht, etwa weil einige Studios ihre Arbeit unter Wert anbieten. Ein Experte zeigt, wie der Weg aus der Abwärtsspirale gelingt.

Auch die Branche der Fotografen und Filmemacher hat unter den weltweiten Krisen der vergangenen Jahre gelitten. Manch ein Studio musste daher seine Preise senken. Ein sicherlich zunächst nachvollziehbarer Schritt – der sich aber vor allem auf Künstler auswirkt, die gerade erst den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Und die sich nun gezwungen fühlen, ihre Arbeit unter Wert anzubieten.
Auch wenn diese Maßnahme anfangs vielleicht erste Aufträge sichert, so führt sie doch nicht dauerhaft zum Erfolg, weiß Edmond Rätzel. Aber wie ist ein Weg aus dem Kostendumping möglich und wie gelingt es den Fotostudios, faire Preise für ihre Arbeit zu verlangen, um damit regelmäßige Einnahmen zu generieren? Diese Fragen beantwortet der Profifotograf und Trainer in diesem Beitrag.
Die Mühen sollen sich auszahlen
Wenn ein Fotograf den Entschluss fasst, sich in die Selbstständigkeit zu begeben, so entscheidet er sich nicht lediglich für einen normalen Job. Vielmehr entwickelt er damit sein Hobby zum Beruf. Aus einer früheren Freizeitaktivität erzielt er künftig ein regelmäßiges Einkommen. Meist hat er Jahre aufgewendet, um es bis hierhin zu schaffen, hat eventuell eine Ausbildung oder sogar ein Studium absolviert, hat sein Know-how über Weiterbildungen verbessert – und letztlich auch erhebliche Investitionen in sein Equipment fließen lassen. Da ist es nur verständlich, dass sich dieser Einsatz lohnen soll.
Den Wert der eigenen Arbeit erkennen
Doch eine gelungene Fotografie ist nicht nur von jahrelang erworbenen Erfahrungswerten, einer modernen Ausrüstung oder einer Spezialisierung auf bestimmte Tätigkeiten abhängig. Vielmehr entsteht das perfekte Bild oftmals aus dem Moment heraus – Aufmerksamkeit und Kreativität lassen dabei etwas ganz Besonderes entstehen und können einzigartige Augenblicke für die Ewigkeit festhalten. Nicht nur beim Treffen mit dem Kunden, sondern auch in der Nachbearbeitung der Bilder am Computer. Jeder Fotograf ist daher gefordert, die eigene Arbeit nicht zu unterschätzen – und sie vor allem nicht unter Wert anzubieten.
Eine grobe Übersicht erlangen
Natürlich fällt es am Anfang schwer, die zu leistende Tätigkeit fair zu bewerten und damit ein Kostenniveau zu errichten, das der Qualität der Bilder und Videos entspricht – das gleichzeitig aber den Aufbau zumindest kleinerer Rücklagen erlaubt. Sinnvoll ist es daher, einen Marktvergleich vorzunehmen: Wie viele Fotostudios gibt es im nahen Umkreis, auf welche Arbeiten sind diese spezialisiert und welche Preise verlangen sie dafür? Ein solcher Überblick sollte dem Fotografen eine grobe Orientierung erlauben und ihm beim Erstellen der Kostenstruktur seines Studios helfen. Zumal sich daraus Rückschlüsse auf die Zahlungsbereitschaft der Kunden ziehen lassen.
Die Abwärtsspirale des Preisdumpings umgehen
Allerdings zeigt sich beim Marktvergleich oft ein Manko: Insbesondere Fotografen, die sich gerade erst für die Selbstständigkeit entschieden haben, begehen einen fatalen Fehler. Sie wollen den Preis drücken, ihre Konkurrenten unterbieten und damit attraktiv auf die Kunden wirken. Die Konsequenz ist meist, dass die übrigen Fotostudios darauf reagieren, gleichfalls ihr Kostenniveau senken und sich auf diese Weise Schritt für Schritt der Weg in eine Negativspirale ergibt – bei der die geleistete Arbeit und die erzielten Einnahmen in keinem guten Verhältnis mehr zueinander stehen.
Hochwertige Arbeit hat ihren Preis
Wer sein Hobby als Profession ausüben und damit genügend Einnahmen generieren möchte, muss für sich und die angebotenen Leistungen stets auch Werbung betreiben. Etwa in den sozialen Medien, in denen sich mühelos eine große Reichweite erzeugen lässt. Hier gilt es, die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu erlangen – diesen zugleich aber einen Einblick in die eigene Arbeit zu ermöglichen. Das Ziel besteht darin, sich selbst als Experten im Bereich der Fotografie und des Erstellens von Filmen zu präsentieren – um so auch höhere Preise zu rechtfertigen.
Langsam und kontinuierlich an der Preisspirale drehen
Dass auf diese Weise nicht direkt am Anfang der Selbstständigkeit herausragende Einnahmen möglich sind, ist verständlich. Dennoch lohnt es sich, diesen Weg zu beschreiten, sich über Monate und Jahre einen festen Kundenstamm aufzubauen, immer wieder in die Ausrüstung zu investieren, das eigene Know-how über Workshops und Weiterbildungen zu erweitern – und letztlich der anwachsenden Qualität der geleisteten Arbeit auch ein steigendes Preisniveau gegenüberzustellen. Viele Kunden werden dafür das erforderliche Verständnis aufbringen und für hochwertige Fotos und Videos gerne die gewünschte Rechnung bezahlen.
Edmond Rätzel hilft Fotografen und Filmemachern dabei, in der Selbstständigkeit Fuß zu fassen und aus einer Nebentätigkeit ein erfolgreiches Business zu machen. Außerdem unterstützt er Fotografen und Filmemacher in allen Themen rund um das Marketing. Das Angebot umfasst eine erhöhte Sichtbarkeit bei potenziellen Interessenten, das Konzipieren des Angebotes sowie der passenden Preise. Darüber hinaus unterstützt er Kunden bei der Einrichtung der Website, dem Schalten professioneller Werbekampagnen, der Bestandskundenpflege, der effektiven Gesprächsführung und Mitarbeitersuche. Mit einer individuellen Strategie und einer klaren Botschaft sorgt der erfolgreiche Produktfotograf dafür, dass andere in der Branche ebenfalls durchstarten können. Weitere Informationen: https://edmond-raetzel.de/