Auftakt mit kompakten Transit-Modellen Ford erneuert seine Flotte

Im Sommer startet Ford mit der Erneuerung seiner Nutzfahrzeugflotte. Die Kompakttransporter Transit Courier und Transit Connect machen den Anfang. Innerhalb von 18 Monaten soll dann die gesamte Modellpalette überarbeitet sein.

Der neue Ford Transit Courier bietet ein Laderaumvolumen von bis zu 2,4 m3 und eine maximale Nutzlast ­zwischen 500 und 550 kg, abhängig von der Karosserie-Version. - © Ford

Der Courier, das kompakteste Mitglied der Transit-Familie, geht mit einer neuen Frontpartie an den Start. Optisch zeichnet er sich insbesondere durch sein modifiziertes Kühlergrill-Design und die neu gestaltete Frontschürze aus.

Die Fahrerkabine wurde laut Ford vor allem ergonomisch verbessert. So rückt der Armaturenträger näher an den Fahrer heran, was die Steuerung von SYNC 3 erleichtert. Dieses für Ford spezifische Kommunikations- und Entertainmentsystem lässt sich wie ein Smartphone durch Streichbewegungen steuern, erkennt aber auch Sprachbefehle.

Die Motoren werden nach Angaben des Herstellers die Abgasnorm Euro 6.2 erfüllen, bei der die Schadstoffe nach dem sogenannten RDS-Standard auch im Straßeneinsatz gemessen werden. Hochgeschaltet will Ford bei den Getrieben. Statt fünf gibt es im neuen Modell sechs Gänge, was neben mehr Schaltkomfort vor allem Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch bringen soll.

Zudem würden alle Dieselvarianten des neuen Transit Courier serienmäßig mit einem Effizienzpaket ausgestattet. Es enthält unter anderem einen variablen Kühlerlufteinlass, der die Warmlaufphase verkürzt und den Luftwiderstand reduziert.

Abschaltbarer Zylinder

Auch der größere Transit Connect nimmt die neue Formensprache auf und wird mit weiterentwickelten Motoren ausgestattet wie dem 1,5-l-Turbodiesel. Aber die eigentliche Innovation verbirgt sich im preisgekrönten 1,0-l-Benzinmotor mit einer selektiven Zylinderabschaltung. Wird nicht die volle Kraft benötigt, legt der Dreizylinder einen der Brennräume vorübergehend still, was durch weniger Pumpverluste den Verbrauch reduziert.

Die Kraftübertragung übernimmt wie beim Courier ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Optional gibt es eine Acht-Gang-Automatik für den 1,5-l-Turbodiesel, die dank ihres hohen Wirkungsgrades schnelle und weiche Gangwechsel gepaart mit einer hohen Effizienz ermögliche. Die Serviceintervalle liegen bei 40.000 km für alle Diesel mit Handschaltung (Auto­matik 20.000 km), Benziner müssen schon nach 30.000 km in die Werkstatt. Den Transit Connect bietet Ford weiterhin mit zwei Radständen als Kastenwagen und Kombi an. Die maximale Zuladung variiert abhängig von der Karosse zwischen 520 und 890 kg.

Beide Modelle können schon ab Frühjahr bestellt werden. Allerdings hat Ford noch keine exakten Angaben zu Preisen sowie Leistung und Verbrauch gemacht. ste