Übung im Saarland Förster bewerten Baumschäden für Waldzustandsberichts 2011

Die Vorbereitungen für die bundesweite Erhebung des Waldzustandsberichts 2011 sind angelaufen. Am Mittwoch trafen sich Förster aus dem gesamten Bundesgebiet in Homburg an der Saar zur sogenannten Bundesinventurleitertagung. In einem Waldgebiet nahe Homburg üben 26 Förster dabei zwei Tage lang die Bewertung von Schäden an Bäumen.

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Förster bewerten Baumschäden für Waldzustandsberichts 2011

Homburg/Saar (dapd). Die Vorbereitungen für die bundesweite Erhebung des Waldzustandsberichts 2011 sind angelaufen. Am Mittwoch trafen sich Förster aus dem gesamten Bundesgebiet in Homburg an der Saar zur sogenannten Bundesinventurleitertagung. In einem Waldgebiet nahe Homburg üben 26 Förster dabei zwei Tage lang die Bewertung von Schäden an Bäumen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Erfassung in allen Bundesländern vergleichbar erfolgt.

"Wir betrachten jeweils 25 Bäume der vier wichtigsten deutschen Arten Kiefer, Fichte, Buche und Eiche", erläuterte Norbert Mauer von der Abteilung Forstplanung des Saarforstes. Der Landesbetrieb organisiert die Bundesinventurleitertagung nun bereits im zweiten Jahr hintereinander.

Die Forstexperten sind besonders an den Kronen interessiert. Mit Ferngläsern betrachten sie die Nadel- oder Blattdichte und können daraus Rückschlüsse auf den Zustand der Bäume ziehen. So zeichnet sich eine gesunde Kiefer durch einen Nadelverlust von weniger als zehn Prozent aus und fällt in die Schadstoffstufe 0. Eine abgestorbene Kiefer wird mit 100 Prozent Schaden registriert; das entspricht der Schadstoffstufe 4. Auch die Ausprägungen der Blüten und Fruchtansätze sowie Schäden durch Insekten fließen in die Bewertungen ein.

Nach der Übung der Förster in Homburg folgen noch Schulungen in den einzelnen Bundesländern. Im Juli und August werden dann bundesweit die Daten für den Waldzustandsbericht 2011 erhoben. Das Ergebnis wird voraussichtlich Anfang 2012 vom Bundesumweltministerium vorgestellt.

dapd