Michael Rauscher singt in RTL-Castingshow Fliesenleger im DSDS-Finale: Ist er der neue Superstar?

Vor ein paar Monaten war er noch als Fliesenleger in Augsburg unterwegs. Nun singt er im Finale der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar". Wie der Erfolg sein Leben verändert hat und was er für seine Zukunft plant, verrät Michael Rauscher im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung.

Jessica Baker

Michael Rauscher hat viele Hürden gemeistert und steht am Samstag im Finale von "Deutschland sucht den Superstar". Wird er den Titel gewinnen? - © MG RTL D / Stefan Gregorowius

DHZ: Sie sind nun seit einigen Monaten im Fernsehen bei "Deutschland sucht den Superstar" zu sehen. Können Sie noch ungestört Essen oder Einkaufen gehen?
Michael Rauscher:  Ich werde mittlerweile schon recht oft erkannt. Aber es ist noch nicht so als ob Cristiano Ronaldo über die Straße läuft (lacht). Es ist ein tolles Gefühl, wenn Fans auf mich zukommen und ein Autogramm oder Foto von mir wollen.

DHZ: Wie viele Liebesbriefe bekommen Sie?
Rauscher: Ich bekomme sehr viel Fanpost und da sind auch einige Liebesbriefe mit dabei. Die Briefe sind alle sehr süß. Manche schreiben ganz lange Texte oder schicken Armbänder mit. Ich beantworte jeden Brief. Meine Fans rufen für mich an – das ist das Mindeste, was ich für sie tun kann.

DHZ: "Töne treffen war bei dir wie Topf schlagen im Minenfeld" – wie geht es Ihnen, wenn Dieter Bohlen Sätze wie diese sagt? Spornt Sie das an?
Rauscher: Grundsätzlich ist es natürlich schöner ein positives Feedback zu bekommen. Aber ich finde eine Kritik ist dafür da, dass man es beim nächsten Mal besser macht. Deswegen ist für mich auch negative Kritik etwas Positives, damit ich weiß, was ich falsch gemacht habe.

DHZ: Am Samstag singen Sie im Finale von DSDS. Wie bereiten Sie sich auf den Auftritt vor?
Rauscher: Wir proben jeden Tag. Ich bereite zwei Lieder für das Finale vor. Zum einen "Blame it on me" von George Ezra und dann noch meinen Siegertitel. Der heißt "So wie wir waren". Ich lerne sehr viel bei DSDS. Das ist alles sehr anspruchsvoll, aber genau das mag ich.

DHZ: Wie geht es nach dem Finale weiter?
Rauscher: Ich werde auf jeden Fall mit der Musik weitermachen, egal ob ich erster, zweiter, dritter oder vierter werde. Bei den Shows habe ich unterschiedliche Musikrichtungen getestet. Mein Traum wäre es jedoch als Swing-Musiker erfolgreich zu sein.

DHZ: Sie haben Fliesenleger gelernt und bisher im Betrieb Ihres Vaters in Augsburg gearbeitet. Was sagt er zu Ihren Plänen?
Rauscher: Von meinem Papa habe ich die volle Unterstützung. So lange es bei mir läuft und ich am Ende des Monats noch genug Essen im Kühlschrank habe, passt das. Er freut sich sehr, wenn ich mir meinen Traum erfüllen kann. Das heißt ja nicht, dass ich nicht auch mal zwischendurch im Bad Fliesen verlegen kann.

DHZ: Man sieht Sie im Fernsehen stets gut gelaunt. Woher nehmen Sie Ihre Energie?
Rauscher: Ich bin immer so gut gelaunt, weil ich Musik machen darf. Das ist meine große Leidenschaft. Es gibt für mich einfach keinen Grund traurig zu sein. Immerhin bin ich jetzt im Finale.

DHZ: Nervt es manchmal so viele Interviews zu führen?
Rauscher: Ich bin für jeden Fan da und auch für jedes Interview offen. Das macht mir Spaß und hilft mir schließlich auch weiterzukommen. Der ganze Rummel nervt mich nicht. Ich genieße die große Aufmerksamkeit so lange wie möglich. Wer weiß, wie lange das noch so geht.