Ertragssituation der Betriebe leidet unter Rohstoffpreisen
Fleischer behaupten sich am schrumpfenden Markt
Die deutschen Fleischer-Fachgeschäfte haben sich 2008 an einem insgesamt geschrumpften Markt behaupten können. Das berichtet der Deutsche Fleischer-Verband (DFV) anlässlich seiner Frühjahrspressekonferenz im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München.
Kosten sind zu hoch
Ein durchschnittlicher Betrieb des Fleischerhandwerks habe demnach 2008 ein Umsatzplus von knapp 1,7 Prozent erwirtschaften können. Dies habe in vielen Fällen jedoch nicht ausgereicht, um die im ersten Halbjahr drastisch gestiegenen Schlachtvieh- und Rohstoffpreise auszugleichen.
Die Ertragssituation der Fleischer-Fachgeschäfte hat sich unter diesen Voraussetzungen nicht verbessern können. Im Jahresdurchschnitt erzielte ein mittelgroßes Fleischer-Fachgeschäft in der Umsatzgröße zwischen 500.000 und 750.000 Euro ein Betriebsergebnis von 12,8 Prozent. Dies ist lediglich eine Steigerung 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
Der Materialeinsatz ist im selben Zeitraum von 44,9 auf 45,8 Prozent angestiegen. Der Personalkostenblock wuchs im selben Zeitraum ebenfalls um rund 1,5 Prozentpunkte. Die Ertragseinbußen im Verlauf des Jahres konnten somit auch durch um 3,8 Prozent gestiegene Verkaufspreise nicht abgefedert werden.dhz