Konjunkturerwartungen von Analysten und Anlegern im Juni gefallen Finanzprofis treten auf die Bremse

Die Konjunkturerwartungen der deutschen Finanzmarktexperten haben sich im Juni erneut eingetrübt. Der entsprechende Index sank von minus 9,0 Punkten im Juni auf minus 15,1 Punkte und gab damit zum fünften Mal in Folge nach, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang auf minus 11,5 Punkte gerechnet.

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Finanzprofis treten auf die Bremse

Mannheim (dapd). Die Konjunkturerwartungen der deutschen Finanzmarktexperten haben sich im Juni erneut eingetrübt. Der entsprechende Index sank von minus 9,0 Punkten im Juni auf minus 15,1 Punkte und gab damit zum fünften Mal in Folge nach, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Experten hatten mit einem Rückgang auf minus 11,5 Punkte gerechnet.

Trotz einer insgesamt robusten Konjunkturlage dämpft die Schuldenproblematik in einigen Ländern des Euroraums nach Einschätzung der ZEW-Experten nach wie vor die Stimmung. Auch die wirtschaftliche und finanzpolitische Situation der USA werde von den Finanzmarktexperten mit zunehmender Sorge betrachtet.

ZEW-Präsident Wolfgang Franz zufolge stellt sich vor dem Hintergrund des instabilen weltwirtschaftlichen Umfeldes die Frage, "wie lange der Konjunkturmotor noch mit der derzeitig hohen Drehzahl laufen wird".

Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland ist im Juli dagegen wieder etwas besser ausgefallen als im Vormonat. Der entsprechende Indikator legte um 3,0 Punkte zu und notierte damit bei 90,6 Punkten. Im Vormonat war er um 3,9 Zähler auf 87,6 Punkte gesunken.

Die Konjunkturprognose für die Eurozone ging im Juli um 1,1 Punkte auf minus 7,0 Punkte zurück. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verschlechtert sich um 1,5 Punkte auf 2,3 Punkte.

Der ZEW-Konjunkturindex gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Befragt werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger.

dapd