Die Finanzpolitiker von Union und FDP wollen offenbar noch in diesem Jahr die Einkommensteuer vereinfachen. Sie haben dafür einen Katalog von 90 Vorschlägen im Bundesfinanzministerium eingereicht. Bis September solle nun bei jedem Punkt geprüft werden, ob er zu Steuerausfällen oder zu neuen Belastungen führe.
Finanzpolitiker wollen Einkommensteuer vereinfachen
Ausgangspunkt des Katalogs, der dem Handelsblatt nach eigenen Angaben vorliegt, sei eine Vereinfachungsliste, auf die sich die Länderfinanzminister vor einigen Wochen geeinigt hatten, die aber noch um weitere Punkte ergänzt worden sei. Im Zentrum der Pläne stehen den Angaben zufolge Pauschalen statt einzelner Quittungen für Arbeitnehmer und Behinderte.
Außerdem sollen Familienleistungen unbürokratischer gestaltet werden. So soll beispielsweise bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten nicht mehr unterschieden werden, ob der Babysitter wegen Krankheit oder beruflicher Verpflichtungen bezahlt wurde. Weil die meisten Vorschläge mit Steuerausfällen verbunden wären, sei derzeit noch offen, was umgesetzt werde, hieß es in der Koalition.
ddp