Konjunkturbericht des Bundesfinanzministeriums Finanzministerium erwartet weiter abnehmende konjunkturelle Dynamik

"Die abwärts gerichtete Tendenz der Auftragseingänge sowie die Verschlechterung der Stimmung in den Unternehmen deuten darauf hin, dass die konjunkturelle Entwicklung weiter an Dynamik verlieren könnte", heißt es in dem neuesten Konjunkturbericht des Ministeriums.

Finanzministerium erwartet weiter abnehmende konjunkturelle Dynamik

Auch die Exporte dürften in den kommenden Monaten "weiter an Kraft verlieren", hieß es. Im äußerst schwachen zweiten Quartal, in dem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent gesunken war, seien vom Außenbeitrag zwar noch positive Wachstumsimpulse auf das BIP ausgegangen. Aber die Dynamik der nominalen Warenexporte habe sich im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Vierteljahr spürbar verringert. Darin spiegele sich die Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung. Diese schlage sich allmählich im Außenhandel nieder.

Als ein "Lichtblick" könnte sich aus Sicht des Ministeriums die seit Ende Juli rückläufige Entwicklung des Euro-Wechselkurses gegenüber dem US-Dollar erweisen. Dadurch könnte sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporte verbessern.

Sorgenkind der Konjunkturentwicklung "sind und bleiben wahrscheinlich die privaten Konsumausgaben", hieß es weiter im Monatsbericht. Die Umsatzrückgänge im Einzelhandel hängen aus Sicht des Ministeriums vor allem mit Kaufkrafteinbußen durch die Inflation bei Energie- und Nahrungsmittelpreisen zusammen. Der anhaltende Preisanstieg verunsichere die Verbraucher.

ddp