Die Wirtschaftskrise schlägt sich deutlich auf die öffentlichen Haushalte in Deutschland nieder. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg das Finanzierungsdefizit im ersten Quartal 2009 auf 37,8 Milliarden Euro.
Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte steigt deutlich
Im Vorjahresquartal waren es noch 22 Milliarden Euro. Am stärksten betroffen waren die Länder, die in den ersten drei Monaten 2009 insgesamt 13,3 Milliarden Euro mehr Ausgaben als Einnahmen verbuchten.
Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte erhöhten sich den Angaben nach nur geringfügig um 0,2 Prozent auf 245,5 Milliarden Euro. Zugleich stiegen die öffentlichen Ausgaben insgesamt um 5,8 Prozent auf 283,3 Milliarden Euro. Die Länder verzeichneten mit 11,9 Prozent die kräftigste Ausgabensteigerung - unter anderem wegen der stark gestiegenen Ausgaben für Beteiligungen im Zusammenhang mit staatlichen Finanzhilfen für die Bayerische Landesbank.
Die Neuverschuldung zur Finanzierung der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden betrug im ersten Quartal 2009 insgesamt 7,8 Milliarden Euro. Dabei wies der Bund eine Nettokreditaufnahme in Höhe von 14,9 Milliarden Euro aus, während die Länder mit 6,3 Milliarden Euro und die Gemeinden sowie die Gemeindeverbände mit 0,8 Milliarden Euro mehr Schulden am Kreditmarkt tilgten, als sie neu aufgenommen hatten.
ddp