Für Opel, die Europa-Tochter des angeschlagenen US-Autoherstellers General Motors (GM), zeichnet sich offenbar eine Lösung ab.
Fiat will bei Opel einsteigen
Am kommenden Dienstag wolle der italienische Konkurrent Fiat eine Absichtserklärung unterzeichnen, nach der er die Mehrheit an Opel übernehmen wolle, berichtet das Magazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Zugleich befinde sich die europäische Tochter von GM noch in aussichtsreichen Verhandlungen mit Magna. Ein Einstieg des österreichisch-kanadischen Autozulieferers wird laut dem Bericht im Management und bei den Arbeitnehmervertretern eher begrüßt. Denn der internationale Zulieferkonzern verfüge über hohe Entwicklungskompetenz und könnte Opel unterstützen. Das Detroiter GM-Management sowie das Bundeswirtschaftsministerium seien dagegen an einer schnelleren Lösung mit Fiat interessiert, hieß es weiter.
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz kündigte laut "Spiegel" scharfen Widerstand gegen einen Einstieg Fiats an. Er fürchte einen "dramatischen Abbau von Arbeitsplätzen bei Opel und Werksschließungen in Deutschland". Die Produktpaletten von Fiat und Opel würden sich komplett überschneiden. Zudem sei Fiat hoch verschuldet.
Franz wies dem Blatt zufolge auch auf schlechte Erfahrungen mit Fiat hin: "Wir kennen die Braut." Mit Fiat kooperierten die Rüsselsheimer bereits fünf Jahre lang und gingen 2005 im Streit auseinander. General Motors musste den Italienern sogar noch 1,5 Milliarden Dollar zahlen. Betriebsratschef Franz fürchtet dem Bericht zufolge, dass der hoch verschuldete Fiat-Konzern auf diesem Weg nur an mögliche Bürgschaften der Bundesregierung für Opel herankommen wolle.
ddp