Statistisches Bundesamt Feste Arbeitszeiten in Deutschland immer noch üblich

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt gibt es diverse Arbeitszeitmodelle. Fast zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten aber weiterhin mit starren Anfangs- und Endzeiten. Eine vollkommen freie Zeiteinteilung ist hingegen eher die Seltenheit und häufig mit Mehrarbeit verbunden, wie eine Untersuchung zeigt.

60 Prozent der Arbeitnehmer haben einen festen Zeitpunkt für Beginn und Ende des Arbeitstages, wie eine Untersuchung des Statistischen Bundesamtes ermittelte. Besonders gilt dies für Angestellte im Gesundheits- und Sozialwesen (73,2 Prozent) und in der Transport- und Logistikbranche (70,3 Prozent).

Ebenfalls noch weit verbreitet ist die Regelung der Arbeit über Zeitkonten. Knapp jeder Vierte kann sich seine Tätigkeit auf diesem Weg relativ flexibel einteilen. Vor allem Arbeitnehmer im Bankensektor, bei Versicherungen und anderen Finanzdienstleistern (71,6 Prozent) sowie Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung (66,2 Prozent) kennen dieses Modell aus dem Arbeitsalltag.  

Frei und mehr arbeiten

Eine Seltenheit auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist eine vollkommen freie Zeiteinteilung. Nur zwei Prozent der Arbeitnehmer, davon jedoch ein überdurchschnittlich großer Teil der Führungskräfte (8,3 Prozent), bestimmen ihre Arbeitszeit selbst. Was auf den ersten Blick nach einem Privileg aussieht, ist häufig aber auch mit insgesamt längeren Arbeitszeiten verbunden. Fast 60 Prozent der Beschäftigten aus dieser Gruppe arbeit mehr als 40 Stunden pro Woche, während dies nur auf gut 15 Prozent der Beschäftigten mit fester Arbeitszeit zutreffe.

dhz