Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert Felipe González erhält Point-Alpha-Preis 2011

Der ehemalige spanische Ministerpräsident Felipe González erhält für seine Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas den Point-Alpha-Preis 2011. Die Auszeichnung bekomme der Sozialist González "für seine frühzeitige und unverbrüchliche Solidarität mit den Deutschen in ihrem Wunsch nach Einheit in Freiheit", begründete Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht die Entscheidung.

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Felipe González erhält Point-Alpha-Preis 2011

Geisa/Rasdorf (dapd). Der ehemalige spanische Ministerpräsident Felipe González erhält für seine Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas den Point-Alpha-Preis 2011. Die Auszeichnung bekomme der Sozialist González "für seine frühzeitige und unverbrüchliche Solidarität mit den Deutschen in ihrem Wunsch nach Einheit in Freiheit", begründete Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU), die auch Präsidentin des Kuratoriums Deutsche Einheit ist, die Entscheidung für den Preisträger.

González habe bereits in der Nacht Mauerfalls in Berlin am 9. November 1989 dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und dem damaligen SPD-Ehrenvorsitzenden Willy Brandt seine Unterstützung für eine Wiedervereinigung zugesichert. Die Preisverleihung wird den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit der Point Alpha Stiftung am 18. Juni stattfinden. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der Point-Alpha-Preis wurde im Jahr 2005 erstmals vom Kuratorium Deutsche Einheit verliehen. Preisträger waren Altbundeskanzler Kohl, der frühere US-Präsident George Bush senior, der ehemalige sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow und der einstige tschechische Staatspräsident Václav Havel. 2009 ging die Auszeichnung an die DDR-Bürgerbewegung, im vergangenen Jahr wurde Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) mit dem Preis gewürdigt.

Der Preis ist nach der Gedenkstätte Point Alpha an der ehemaligen innerdeutschen Grenze benannt. "Point Alpha" hieß während des Kalten Kriegs ein US-Stützpunkt an der Grenze von Hessen nach Thüringen zwischen Geisa und Rasdorf. Er lag im sogenannten "Fulda Gap", in dem die Militärstrategen der westlichen Alliierten einst im Ernstfall die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts erwarteten. Heute ist "Point Alpha" eine Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte.

dapd